12 Dinge, die Renaissancemenschen brauchen - Text auf Foto von Michelangelos David. ©2019 Johanna Ringe www.dein-buntes-leben.de

12 Dinge, die Renaissancemenschen brauchen

1. Unabhängigkeit

Diese beweglichen Geister möchte sich nicht in Regeln eingezwängt fühlen. Schon gar nicht in Regeln, die ganz offensichtlich für andere Menschen gemacht sind. Am liebsten haben sie die Kontrolle über ihr eigenes Leben, über ihre Zeitpläne, ihre Arbeitsabläufe etc. Wenn sie sich dabei dann an die Regeln halten, aus freien Stücken, ist das nicht schlimm – Hauptsache sie sind unabhängig in ihren Entscheidungen.
2. Einen Sinn im Tun

Kritik: "Darf ich dazu was anmerken?" als Satz zu zwei sich unterhaltenden Menschen. ©Johanna Ringe 2018 www.dein-buntes-leben.de

Kritik! Wie kritikfähig bist Du?

(…)Nebenbei bemerkt: Kritiklosigkeit, also kritiklos und unkritisch zu sein ist auch keine gute Idee. Selbst zu denken und Dinge zu hinterfragen ist mindestens genauso wichtig, wie die Fähigkeit mit Kritik angemessen umzugehen. Das muss ich hochbegabten Menschen selten erzählen. Aber der Umgang mit Kritik ist für die Hochbegabten oft besonders schwer. Warum ist das so? Wir selbst kritisieren uns, sobald wir unsere Fehler erkennen. Das passiert oft unbewusst und so nebenbei, aber dadurch wirkt Kritik durch andere wie eine Wiederholung und Verstärkung.
Dazu kommt noch, dass die Sachebene und die Gefühlsebene vermischt werden. Wir haben fast alle gelernt, dass Lob ein Ausdruck von Anerkennung unserer Person ist, und so ist Kritik automatisch mit Ablehnung unserer Person assoziiert. Selbst wenn es in den meisten Fällen nur eine Kritik unseres Verhaltens ist, gefühlt ist es Kritik an uns.

Skepsis: Katze, die ein Auge halb offen hat, während sie gemütlich in einer Decke liegt. ©2018 Johanna Ringe www.dein-buntes-leben.de

Heute mal mit Skepsis

Heute bin ich sehr skeptisch. Nicht irgendetwas oder irgend jemand speziellem gegenüber, sondern so generell. Kennst Du auch Tage, an denen es zwar keinen erkennbaren Anlass dafür gibt, Du aber mit einer eher zurückhaltenden Grundstimmung durchs Leben gehst? Nicht wirklich mit schlechter Laune, nicht wirklich depressiv oder traurig oder verstimmt, sondern eher misstrauisch. Sowie meine Katze auf dem Foto nur ein Auge öffnet bzw. nur ein Auge schließt und mit dem anderen ihre Umgebung im Blick behält. Nein, ich warte nicht darauf, dass etwas schief geht. Ich bin auch nicht

Foto von Stopschild als Symbol für den persönlichen Befriedigungspunkt der Vielbegabten. ©2018 Johanna Ringe www.dein-buntes-leben.de

Befriedigungspunkt: bis hierher & nicht weiter, Vielbegabte!

Wie im Blog zum roten Faden versprochen soll es heute um den Punkt gehen, bis zu dem ein Scanner in ein Thema eintaucht. Ich nenne diesen Punkt gerne „persönlichen Befriedigungspunkt“ – allen offensichtlichen Assoziationen zum Trotz, denn er ist genau das: der Punkt, an dem Vielbegabte mit einem Thema fertig sind, weil sie sich befriedigend damit befasst haben. Sie sind mit sich und der Thematik zufrieden, und suchen neue Herausforderungen. Dabei spielt die Meinung der anderen, ob sich der Vielbegabte ausreichend mit dem Thema befasst habe, absolut keine Rolle. (Höchstens bei der emotionalen Verfassung des Scanners in der Umbruchsituation, nicht aber mit der persönlichen Befriedigung!)
Jeder Vielbegabte kann diesen Punkt, wenn er sein bisheriges Leben genauer anschaut, erkennen.

Wo ist mein roter Faden, verflixt und zugenäht?!

Glückliche Vielbegabte sind in der Regel Menschen, die sich selbst sehr gut kennen und wissen, was ihr roter Faden im Leben ist. Sie haben trotz vielfältigster, unterschiedlicher Interessen einen guten Weg durchs Berufsleben gefunden. Vielleicht wissen sie nicht, dass sie zu einem seltenen Menschenschlag gehören, ob man diesen nun Vielbegabte, Renaissance -Seelen, Multitalente, Scanner oder […]

Reise nach Patagonien: ein paar Schnappschüsse von der Reise, Landschaft und Innenräume, so wie eine sehr junge Johanna mit Katze und Mate. ©2018 Johanna Ringe www.dein-buntes-leben.de

Reise nach Patagonien – zu mir selbst

Viele Menschen glauben, Hochsensible seien nicht wirklich belastbar, und hochbegabte Menschen seien wenig handfest oder nur zu intellektuellen Arbeiten in der Lage. Dem möchte ich heute gerne einen Bericht aus der Zeit direkt nach meinem Abitur entgegensetzen. Das habe ich in Buenos Aires gemacht, weil ich mit meinen Eltern dort einige Jahre gelebt habe. Auch das schon ein Abenteuer, aber jetzt geht es um diese Reise:
Ich habe mich schon beim losfahren so unendlich frei gefühlt!

Endlich lag die Schule hinter mir. Ich war so frei wie nie zuvor in meinem Leben, als ich mit meiner Schulfreundin nach Patagonien fuhr. Genauer: zur Estanzia ihrer Familie am Fuß der Anden.
In Rio Gallegos erwartete uns am Bus wie geplant

Hochsensibilität und Krankheiten: eine Person auf dem Sofa, in Decke gekuschelt mit Teetasse. Zeichnung ©2018 Johanna Ringe www.dein-buntes-leben.de

Das hochsensible System und Krankheiten

Im Zusammenhang mit Veränderungen bin ich schon einmal darauf eingegangen: hochsensible Menschen reagieren auf ihr Leben oft psychosomatisch, d. h. sie werden krank. Selbstverständlich sind auch Hochsensible vollkommen normale Menschen, die Infekten und Unfällen genauso zum Opfer fallen wie alle anderen auch. Außerdem haben viele hochsensible Menschen Allergien und Unverträglichkeiten: das sind im Grunde nichts weiter als außergewöhnlich sensible körperliche Reaktionen. Manche Krankheiten aber entstehen dadurch, dass tieferliegende Bedürfnisse körperlich ausagiert werden, in der Regel völlig unbewusst. Das müsste nicht so sein.
Wenn der Hochsensible sich selbst genau kennt, kann er diese Fälle vermeiden.

Entspricht Dir Deine Wohnung? Text auf Foto von Schreibtisch. ©Johanna Ringe 2018 www.dein-buntes-leben.de

Fühlst Du Dich zuhause in Deiner Wohnung?

Hallo, ich bin wieder zurück! Nach einem erholsamen Urlaub am Meer noch dabei, mich im Alltag wieder zurechtzufinden. Gar nicht so einfach. Unter anderem deshalb, weil mein Alltag nicht sehr gleichmäßig ist, sondern aus lauter Unregelmäßigkeiten besteht, die sich um ein paar Routinen ranken. Außerdem haben sich die inneren Veränderungen schon in einer oder zwei kleineren Umräumaktionen in der Wohnung Ausdruck verschafft.
Oft erkenne ich erst an den äußeren Veränderungen die inneren.

Dein Rhythmus: Trommelstöcke, Tamburin, Schellenkranz und Shaker. (c)Johanna Ringe 2018 www.dein-buntes-leben.de

Kennst Du Deinen Rhythmus? Lebst Du ihn?

Den eigenen Rhythmus zu leben kann unglaublichen Spaß machen! Im Umkehrschluss macht es auf Dauer grantig und letzten Endes krank, sich ständig an einen anderen Rhythmus, der sehr verschieden ist vom eigenen, anpassen zu müssen.

Ein einfaches Beispiel hierfür ist natürlich der Schlafrhythmus. Mittlerweile wissen wir, dass Schichtarbeit ungesund ist (deshalb bekommt man dafür auch eine ordentliche Gehaltszulage, bei einem ordentlichen Arbeitgeber). Und jede Mutter, die mal ein Kind gestillt hat, kann ein Lied davon singen, wie glücklich und befriedigend sie es empfunden hat, endlich wieder ihren eigenen Rhythmus zu haben, ohne Unterbrechungen durch ein hungriges Baby. All unsere Mutterliebe, alle hormoninduzierten Glücksgefühle helfen auf Dauer nicht gegen die negativen Auswirkungen der Fremdbestimmung.
Aber nicht nur der Schlafrhythmus, auch unsere anderen Rhythmen sind sehr persönlich, sehr individuell unterschiedlich.

(Über das Zeitgefühl, Eigenzeit und Zeitnot habe ich hier bereits gebloggt.) Wenn man sich klarmacht, dass jedes menschliche Individuum einen ganz eigenen individuellen Stoffwechsel und Hormonhaushalt hat, dann ist es nur logisch, dass Verdauung, Hungergefühl, Durst, Nahrungsaufnahme, Bewegungsdrang und Schlafbedürfnis ebenso unterschiedlich sind.

Text Lieblingstier auf einem Photo eines Pinguins (c)Johanna Ringe 2018 www.dein-buntes-leben.de

„Wir müssen reden!“ Dein Lieblingstier

Schwalben streifen wie trunkene Mänaden durch die Gärten, besoffen von Pestiziden. Carls Lieblingstier, die Mönchsgrasmücke, perforiert lautstark alle Trommelfelle, einfach so, weil sie es kann. Die Katzen, liegen unter Büschen oder auf den kühlen Fliesen. Sie hecheln nicht, weil sich das nicht mit ihrem Selbstverständnis verträgt. Aber auch nur deshalb.
In dieser kurzen Betrachtung meiner Umgebung spielen Tiere eine große Rolle. Mit ihrer Hilfe wird die sommerliche Hitze illustriert und greifbar. Du hast sofort das Bild der Schwalben im Tiefflug vor Augen oder auch die Katze, wie sie dahingegossen auf den Abend wartet. Wir alle kennen mehr Tiere deutlich besser als wir vielleicht denken – nicht nur aus eigener Anschauung, sondern auch aus Texten, Büchern, Filmen, Liedern…
Tiere sind Teil unserer Kultur.

Selbst wenn es bei uns keine Elefanten in freier Wildbahn zu begutachten gibt, so ist doch im deutschen Sprachraum der Elefant im Porzellanladen ein vertrautes Bild. Ebenso die fleißige Biene, der Löwe als König der Tiere, die falsche Schlange oder der geschmeidige Panther. Hier bin ich bereits einmal auf unseren inneren Zoo, eine Variante des inneren Teams, eingegangen. Heute möchte ich Dich einladen, Deine Lieblingstiere mit neuen Augen zu betrachten:
Deine Lieblingstiere sagen einiges über Dich.

Ergebnisse, am besten so greifbar wie ein dicker Strauß Narzissen! (c) Johanna Ringe www.dein-buntes-leben.de

Sichtbare Ergebnisse, aber schnell!

Kennst Du diese Tage, an denen Du, obwohl Du sonst Kopfarbeiter bist, lieber mit den Händen arbeiten und sichtbare Ergebnisse erzielen würdest? Diese Tage, an denen Bücher lesen zehnmal so lange dauert wie normal? Diese Tage an denen Dir das Feilen an Formulierungen eigenartig irrelevant vorkommt im Vergleich zum Abschleifen der alten Sitzbank? Kennst Du den Moment wo Dein Garten Dich lockt, der Vorhang endlich umgenäht werden möchte oder die Reparatur des Rollladens einfach nicht mehr aufgeschoben werden kann? Sicher fallen Dir noch viel mehr Beispiele ein, aber ich will es hierbei belassen.
Es gibt Tage, an denen wollen wir sichtbare Ergebnisse!

Wie ein Freund so schön sagte: „Wenn ich meinen Outlook Kalender nicht konsultiere, dann weiß ich gar nicht, was ich heute geschafft habe!“

Bereit für Deinen Frühjahrsputz? Text auf Foto von Frau am Meer, die ein buntes Tuch in den Wind hält. (c) Johanna Ringe 2018 www.dein-buntes-leben.de

Bereit für Deinen Frühjahrsputz?

So ein Tag mit Sturmböen und einer gewissen Grundunruhe ist wie geschaffen für spontanes Ausmisten, für Frühjahrsputz . Nach wochenlangem Grauingrau strahlt heute die Sonne… der Wind tobt, er rüttelt an allem, als wollte er den Winter und den ollen Ballast mit fortreissen. Mir wäre das gerade recht. Wenn es langsam wieder lebendiger wird draussen, dann entsteht bei den meisten Menschen ein Wunsch nach Frühjahrsputz.
Innerer und äusserer Frühjahrsputz entledigt sich der alten Dinge, die uns nicht mehr nutzen.

Der Ballast kann gehen, ob es der Staub und die Spinnweben sind, die sich in der warmen Stube angereichert haben, oder alte Denkweisen, überholte Träume und Wünsche. Das alles loszulassen ist befreiend.