Dein Rhythmus: Trommelstöcke, Tamburin, Schellenkranz und Shaker. (c)Johanna Ringe 2018 www.dein-buntes-leben.de

Kennst Du Deinen Rhythmus? Lebst Du ihn?

Den eigenen Rhythmus zu leben kann unglaublichen Spaß machen! Im Umkehrschluss macht es auf Dauer grantig und letzten Endes krank, sich ständig an einen anderen Rhythmus, der sehr verschieden ist vom eigenen, anpassen zu müssen.

Ein einfaches Beispiel hierfür ist natürlich der Schlafrhythmus. Mittlerweile wissen wir, dass Schichtarbeit ungesund ist (deshalb bekommt man dafür auch eine ordentliche Gehaltszulage, bei einem ordentlichen Arbeitgeber). Und jede Mutter, die mal ein Kind gestillt hat, kann ein Lied davon singen, wie glücklich und befriedigend sie es empfunden hat, endlich wieder ihren eigenen Rhythmus zu haben, ohne Unterbrechungen durch ein hungriges Baby. All unsere Mutterliebe, alle hormoninduzierten Glücksgefühle helfen auf Dauer nicht gegen die negativen Auswirkungen der Fremdbestimmung.
Aber nicht nur der Schlafrhythmus, auch unsere anderen Rhythmen sind sehr persönlich, sehr individuell unterschiedlich.

(Über das Zeitgefühl, Eigenzeit und Zeitnot habe ich hier bereits gebloggt.) Wenn man sich klarmacht, dass jedes menschliche Individuum einen ganz eigenen individuellen Stoffwechsel und Hormonhaushalt hat, dann ist es nur logisch, dass Verdauung, Hungergefühl, Durst, Nahrungsaufnahme, Bewegungsdrang und Schlafbedürfnis ebenso unterschiedlich sind.

Selbstbestimmung: z.B. ein Spaziergang in der Brandung. (c) 2018 Johanna Ringe www.dein-buntes-leben.de

Ein Hoch auf die Selbstbestimmung!

Selbstbestimmung ist ein grundlegender Teil eines gelingenden Lebens. Jedes gelingenden Lebens, aber bei hochbegabten Menschen zeigt sich das bereits in der Kindheit überdeutlich. Die hochbegabte Dreijährige, die nur im Spider-Man Kostüm in den Kindergarten gehen will und der hochbegabte zweijährige Prinz, der dringend ein eigenes Krönchen braucht, sollen hier exemplarisch für alle stehen. In manchen […]

Text Lieblingstier auf einem Photo eines Pinguins (c)Johanna Ringe 2018 www.dein-buntes-leben.de

„Wir müssen reden!“ Dein Lieblingstier

Schwalben streifen wie trunkene Mänaden durch die Gärten, besoffen von Pestiziden. Carls Lieblingstier, die Mönchsgrasmücke, perforiert lautstark alle Trommelfelle, einfach so, weil sie es kann. Die Katzen, liegen unter Büschen oder auf den kühlen Fliesen. Sie hecheln nicht, weil sich das nicht mit ihrem Selbstverständnis verträgt. Aber auch nur deshalb.
In dieser kurzen Betrachtung meiner Umgebung spielen Tiere eine große Rolle. Mit ihrer Hilfe wird die sommerliche Hitze illustriert und greifbar. Du hast sofort das Bild der Schwalben im Tiefflug vor Augen oder auch die Katze, wie sie dahingegossen auf den Abend wartet. Wir alle kennen mehr Tiere deutlich besser als wir vielleicht denken – nicht nur aus eigener Anschauung, sondern auch aus Texten, Büchern, Filmen, Liedern…
Tiere sind Teil unserer Kultur.

Selbst wenn es bei uns keine Elefanten in freier Wildbahn zu begutachten gibt, so ist doch im deutschen Sprachraum der Elefant im Porzellanladen ein vertrautes Bild. Ebenso die fleißige Biene, der Löwe als König der Tiere, die falsche Schlange oder der geschmeidige Panther. Hier bin ich bereits einmal auf unseren inneren Zoo, eine Variante des inneren Teams, eingegangen. Heute möchte ich Dich einladen, Deine Lieblingstiere mit neuen Augen zu betrachten:
Deine Lieblingstiere sagen einiges über Dich.

Das Wort Freundschaft auf einem Photo von zwei Menschen, die auf einem Steg am Wasser sitzen. (c)2018 Johanna Ringe www.dein-buntes-leben.de

Lob der Freundschaft! Aber was ist das und wozu?

Freundschaft, ein viel benutztes Wort. Doch was sich genau dahinter verbirgt, ist den wenigsten von uns bewusst. Selbstverständlich haben wir Freunde und Freundinnen, und sind unglücklich, wenn Freundschaften zerbrechen, oder wir abgeschnitten sind von unseren Freunden sind.
Es gibt ein selten in Worte gefasstes Wissen darüber, was Freundschaft ist.

Einige Aspekte von Freundschaft sind Vertrauen, Verlässlichkeit, Verständnis, Offenheit, Ehrlichkeit, Zuneigung und ein gewisses Maß an Intimität. (Hier soll es weder um friends with benefits gehen, noch darum, dass eine Ehe mit dem besten Freund eine gute Idee sein kann.) Es gibt verschiedene Definitionssversuche, aber dass Freundschaft für den Menschen wichtig ist, darin stimmen die Weisen aller Zeiten überein.
Offenbar braucht der Mensch eine Hand voll gute Freunde.
Diese handverlesenen Freunde bestärken uns auf unserem persönlichen Weg, dienen als Spiegel und als Korrektiv, und unterstützen uns in schweren Zeiten.

Darüber hinaus(…)

WIr alle sind Künstler! Text auf Originalbild von Johanna Ringe von 2014. (c)Johanna Ringe 2018. www.dein-buntes-leben.de

Ich bin eine Künstlerin, ja, wir alle sind Künstler!

ch bin eine Künstlerin. Du bist eine Künstlerin oder ein Künstler. Tja, ich sehe, Du runzelst die Stirn. Genaugenommen hast Du das schon gemacht, als Du den Titel meines Blogbeitrags das erste Mal gesehen hast… Ist schon gut, das versteh ich ja, Du hast mich nie als Künstlerin betrachtet. Und Dich selbst vermutlich auch nicht, oder? (Bitte verzeih mir, falls ich Dir mit dieser Annahme unrecht tue!) Dann versuche ich Dir hier mal zu erklären, was meine Deutung des Begriffes “Künstler” ist.
“Jedes Kind ist ein Künstler. Das Problem ist nur, wie man ein Künstler bleibt, wenn man größer wird.” – Pablo Picasso

Es geht mir bei dieser Bezeichnung nicht um die Befähigung zur Ausübung gewisser Techniken wie Bildhauerei, Obertongesang oder Eitempera, nein. Es geht mir viel mehr um den Aspekt der individuellen Kreativität… um meine und Deine, ja, die allgemein dem Menschen innewohnende Fähigkeit, Neues zu schaffen. Bekannte, vorhandene Dinge neu miteinander zu verknüpfen. Das tun wir alle ständig, ob wir die Zeitung lesen, Häuser entwerfen, Briefe austragen oder Datenbanken pflegen.
Wir verarbeiten das, was unsere Sinne wahrnehmen, verknüpfen es mit der Summe unserer Erfahrungen, und handeln dann.

Ja, endlich Frühling, ja!

Endlich Frühling! Nur leise eingeschränkt kann ich die Begeisterung teilen: da ich von letzten Dienstag bis Sonntag in Aachen beim Jahrestreffen von MinD (Mensa in Deutschland e.V.) war, in der Zeit fast ununterbrochen geredet habe, spannende Menschen kennengelernt und mich mit vielen interessanten Themen auseinandergesetzt habe, bin ich leider etwas angeschlagen und erholungsbedürftig zurückgekommen. Ganz […]

Schriftzug Angst über einem Foto von kleinem Mädchen, das sich lachend an einen Löwen kuschelt. (c) 2018 Johanna Ringe www.dein-buntes-leben.de

Deine Angst, die treue Seele!

Unsere Angst mag nicht unser bester Ratgeber sein, aber sie ist einer unserer treuesten. Ob bei Veränderungen zum Neuen, zum Besseren, oder in Situationen, die uns überfordern, unsere Angst ist immer bei uns. Sie ist beständig und stabil. Wir können uns auf unsere Angst verlassen. Hier soll es nicht um Angststörungen gehen, oder um Zeiten […]

Selbstfürsorge kann manchmal einfach ein Regenschirm sein. Zeichnung von Person mit Schirm im Regen. (c) Johanna Ringe 2018 www.dein-buntes-leben.de

Was ist eigentlich Selbstfürsorge?

Selbstfürsorge als Wort klingt erst einmal konstruiert: die Fürsorge für sich selbst.
Dabei ist das etwas, dass wir alle lernen müssen. Naja, nicht alle: es gibt Menschen für die Selbstfürsorge instinktiv ein Teil ihres Lebens ist.(…) Beneidenswert. Nicht wahr?
Die meisten Hochsensiblen hingegen sind so sehr mit ihrer Umgebung verwoben, dass sie gar nicht genau wissen, wo ihre Bedürfnisse liegen.
Sie haben oft kein gutes Gefühl dafür, wo sie selbst aufhören und wo die anderen anfangen. Aber sie sind Meister der Fürsorge: in Notsituationen kümmern sie sich zuerst um die anderen, gehen oft über ihre eigenen Grenzen und laugen sich langfristig aus, weil sie eben für alle, nur nicht für sich selbst sorgen.

Text: Das Schlimmste an der unerkannten Hochbegabung auf Photo von einsamem Mann am Meer (c)Johanna Ringe 2018 www.dein-buntes-leben.de

Das Schlimmste an der unerkannten Hochbegabung!

(…)In den meisten Fällen ist das Schlimmste die Einsamkeit.

Letzten Endes münden all die Gefühle der Andersartigkeit und all die Probleme im Umgang mit den Mitmenschen in dieses eine große Gefühl: die Einsamkeit. Selbst der angepassteste hochbegabte Mensch wird in den meisten Gruppen, zu denen er im Laufe seines Lebens dazuzugehören versucht, außen vor bleiben. Vielleicht nicht von außen sichtbar, aber innerlich gefühlt. Wenn er nicht das große Glück hat, relativ früh einem gleichartigen Menschen zu begegnen, der ihn versteht, bei dem er sich normal fühlen kann, dann ist der Normalzustand für den Hochbegabten die Einsamkeit.
Diese Einsamkeit durchdringt alle Lebensbereiche. (…)

Gehetzte Weihnachtszeit: Eine Person eilt, auf die Uhr sehend, an Weihnachtsbaum und Engel vorbei. (c)2017 Johanna Ringe www.dein-buntes-leben.de

Gehetzt in die Weihnachtszeit? Nein danke!

In der Weihnachtszeit wechseln sich zwei Grundstimmungen bei mir ab: einmal der Wunsch nach gemütlichem Beisammensein mit meinem Rudel, und andererseits die Sehnsucht, mich in eine Höhle zurückzuziehen und zu schlafen. Was tue ich also? Leicht gestresst To-Do-listen abarbeiten, Geschenke kaufen und herstellen, verpacken, Karten schreiben, in Panik verfallen, weil die Zeit so knapp ist, und mich fragen, ob ich es überhaupt gesund bis zu den Feiertagen schaffe, weil schon wieder die Nase läuft.
Statt die Weihnachtszeit zu genießen, scheinen die meisten Menschen in immer stärkeren Stress zu geraten um dann an Heiligabend mit aller Kraft auf die Bremse zu treten.
Leute, so kann das alles nicht gemeint sein!

Also:

Ist es nicht seltsam, dass... !? alsText vor buntem Hintergrund. (c) 2017 Johanna Ringe www.dein-buntes-leben.de

Ist es nicht seltsam, dass …?

Bei vielen Schwierigkeiten, vor allem im zwischenmenschlichen Bereich, genügt oft eine Perspektivänderung um einen Schritt in Richtung Entspannung oder Lösung zu gehen. Hier möchte ich Dir einen kleinen, aber mächtigen Satz ans Herz legen: „Ist es nicht merkwürdig, dass…?“ Vielleicht gefällt Dir auch eine andere Variante besser, mit „seltsam“ oder „eigenartig“: „Ist es nicht seltsam, […]

Wellen -Modell des Lebens: eine gezeichnete Spirale, auf der Strichmännchen in div. Situationen zu sehen sind. (c) 2017 Johanna Ringe , www.dein-buntes-leben.de

Es ist ein Wellen-Modell!

(…) Manche Wellen sind immer berechenbar, wie unsere Jahreszeiten, Tag und Nacht, oder auch das eigene Schlafbedürfnis. Andere kommen uns erst einmal chaotisch und unberechenbar vor, nach einiger Zeit stellen wir aber doch eine gewisse Ordnung fest. Zum Beispiel in unserer Laune, unserer Libido, oder unserem Wunsch nach Einsamkeit und Stille. Je besser wir uns selbst kennen, je klarer wir uns sehen und unsere Lieblingsmenschen, desto vertrauter sind uns die Zyklen und Wellen.
Zu Lernen ist die Akzeptanz, dass es ist, wie es ist. Bei Dir selbst, und beim Gegenüber.
Es ist ein Wellenmodell, und deshalb darf ich meinen Perfektionismus in die Wüste schicken. An manchen Tagen bin ich spontan, fröhlich, extrovertiert und unproduktiv. An anderen bin ich zurückhaltend, ordnungsliebend, effektiv, introvertiert und leicht zu irritieren. Dann wieder bin ich nach innen gewandt und suche die Einsamkeit. Das kann mit hormonellen Zyklen zusammenhängen, mit dem Mond, aber oft auch mit dem, was das Leben mir so präsentiert. (…)

Liebe: Foto von Paar auf Bank am Meer. (c) Johanna Ringe 2017 www.johanna-ringe.coach Foto von Ronja Ringe 2016

Welchen Geruch hat die Liebe?

Liebe, so ein vielfältiges, vielgesichtiges Ding. Elternliebe beispielsweise riecht oft wie Pfannkuchen, oder Rosinenkuchen, aber manchmal auch nach Brustwickeln und Inhaliergeräten – es kommt ganz darauf an. Kinderliebe kann wie zerdrückte Wiesenblumen riechen, oder wie viel zu großzügig eingesetzter Bastelkleber. Doch dann auch wie ein frischer Sommerwind, ein warmes Schultertuch oder ein weichgekochtes Ei… Es […]