Reise nach Patagonien: ein paar Schnappschüsse von der Reise, Landschaft und Innenräume, so wie eine sehr junge Johanna mit Katze und Mate. ©2018 Johanna Ringe www.dein-buntes-leben.de

Reise nach Patagonien – zu mir selbst

Viele Menschen glauben, Hochsensible seien nicht wirklich belastbar, und hochbegabte Menschen seien wenig handfest oder nur zu intellektuellen Arbeiten in der Lage. Dem möchte ich heute gerne einen Bericht aus der Zeit direkt nach meinem Abitur entgegensetzen. Das habe ich in Buenos Aires gemacht, weil ich mit meinen Eltern dort einige Jahre gelebt habe. Auch das schon ein Abenteuer, aber jetzt geht es um diese Reise:
Ich habe mich schon beim losfahren so unendlich frei gefühlt!

Endlich lag die Schule hinter mir. Ich war so frei wie nie zuvor in meinem Leben, als ich mit meiner Schulfreundin nach Patagonien fuhr. Genauer: zur Estanzia ihrer Familie am Fuß der Anden.
In Rio Gallegos erwartete uns am Bus wie geplant

Hochsensibilität und Krankheiten: eine Person auf dem Sofa, in Decke gekuschelt mit Teetasse. Zeichnung ©2018 Johanna Ringe www.dein-buntes-leben.de

Das hochsensible System und Krankheiten

Im Zusammenhang mit Veränderungen bin ich schon einmal darauf eingegangen: hochsensible Menschen reagieren auf ihr Leben oft psychosomatisch, d. h. sie werden krank. Selbstverständlich sind auch Hochsensible vollkommen normale Menschen, die Infekten und Unfällen genauso zum Opfer fallen wie alle anderen auch. Außerdem haben viele hochsensible Menschen Allergien und Unverträglichkeiten: das sind im Grunde nichts weiter als außergewöhnlich sensible körperliche Reaktionen. Manche Krankheiten aber entstehen dadurch, dass tieferliegende Bedürfnisse körperlich ausagiert werden, in der Regel völlig unbewusst. Das müsste nicht so sein.
Wenn der Hochsensible sich selbst genau kennt, kann er diese Fälle vermeiden.

Begegnungen mit... einem aufmerksamen Eichhörnchen auf diesem Foto, zum Beispiel. ©2018 Johanna Ringe www.dein-buntes-leben.de

Wie Deine Begegnungen mit Menschen* stattfinden

Als wir Kinder waren, entschieden wir gar nicht selbst über unsere Begegnungen. Unsere Eltern sagten uns beispielsweise, wen wir zu grüßen hätten und wie. Wenn wir Glück hatten, dann hatten wir ein eigenes Zimmer und somit zumindest einen kleinen Kontrollanspruch. Dennoch wurde vielleicht die Großtante in unser Bett gelegt oder die Mutter kontrollierte unsere Hausaufgaben, ob wir wollten oder nicht. Eigene Begegnungen mit anderen Menschen hatten die meisten von uns erst im Kindergarten und in der Schule. „Eigene“ im Sinne von: nicht von den Eltern moderiert. Natürlich liefen diese Begegnungen dann beeinflusst von dem ab, was unsere Eltern uns bis dahin vermittelt hatten. Viele hochbegabte und hochsensible Kinder aus einem sehr geschützten Umfeld fallen dann in der Schule durch

Foto von zwei einander zugewandten Reihern mit dem Text: Begegnungen. ©Johanna Ringe 2018 www.dein-buntes-leben.de

Begegnungen – unberechenbar und l(i)ebenswert

Wir reden immer über Grenzen setzen und über Abgrenzung, vor allem im Zusammenhang mit Hochsensibilität (mehr dazu hier in diesen Blogbeiträgen), dabei vernachlässigen wir einen Aspekt meistens vollkommen: Grenzen sind Orte der Begegnung. Über Abgrenzung müssen wir nur sprechen, weil hochsensible Menschen Begegnungen sehr intensiv empfinden. Es fällt ihnen schwer, zwischen den eigenen Gefühlen und den […]

Kurt Vonnegut jr. Zitat auf einem Landschaftsfoto (Skye): You are not alone. (c) Johanna Ringe 2018 www.dein-buntes-leben.de

You are not alone. Wirklich nicht.

Alle Begegnungen der letzten Wochen lassen sich auf einen wesentlichen Punkt zusammenfassen: Menschen, die anders sind, fühlen sich allein. Aber ihr seid nicht allein! You are not alone! Es gibt andere ebenso „schräge Vögel“, oder ebenso „stille Wasser“, oder ebenso „eigenartige Gestalten“ oder wie auch immer Du genannt wirst oder Dich selbst nennst. Auch andere […]

Bauchgefühl als Zeichnung: ein Mensch steht da und blickt fragend auf seinen Bauch, der Fragezeichen und Ausrufezeichen zeigt. (c) 2018 Johanna Ringe www.dein-buntes-leben.de

Ungutes Bauchgefühl? Wie Du mit Deiner Intuition zum DreamTeam wirst

Wann immer wir Menschen Entscheidungen fällen, haben wir dazu auch meistens ein Bauchgefühl. Gerade Hochsensible setzen ihre Intuition ununterbrochen im Alltag ein, ob ihnen das bewusst ist oder auch nicht. Das ist gut, und selbst in Managerseminaren wird in den letzten Jahren die Intuition als wichtige Verbündete des Verstandes gepriesen. Dennoch kann das manchmal problematisch sein.
Deine Intuition oder Dein Bauchgefühl, wie du es auch nennst, spricht eine eigene Sprache.

Und wie überall sonst auch, hängt das Gelingen der Kommunikation davon ab, dass alle Beteiligten dieselbe Sprache beherrschen. Willst du also erfolgreich mit deiner Intuition arbeiten, musst du sie genau verstehen. Tust du das? Ist dir bei jeder Entscheidung die du triffst bewusst, was dein Bauchgefühl ganz konkret bedeutet?

Das Wort Freundschaft auf einem Photo von zwei Menschen, die auf einem Steg am Wasser sitzen. (c)2018 Johanna Ringe www.dein-buntes-leben.de

Lob der Freundschaft! Aber was ist das und wozu?

Freundschaft, ein viel benutztes Wort. Doch was sich genau dahinter verbirgt, ist den wenigsten von uns bewusst. Selbstverständlich haben wir Freunde und Freundinnen, und sind unglücklich, wenn Freundschaften zerbrechen, oder wir abgeschnitten sind von unseren Freunden sind.
Es gibt ein selten in Worte gefasstes Wissen darüber, was Freundschaft ist.

Einige Aspekte von Freundschaft sind Vertrauen, Verlässlichkeit, Verständnis, Offenheit, Ehrlichkeit, Zuneigung und ein gewisses Maß an Intimität. (Hier soll es weder um friends with benefits gehen, noch darum, dass eine Ehe mit dem besten Freund eine gute Idee sein kann.) Es gibt verschiedene Definitionssversuche, aber dass Freundschaft für den Menschen wichtig ist, darin stimmen die Weisen aller Zeiten überein.
Offenbar braucht der Mensch eine Hand voll gute Freunde.
Diese handverlesenen Freunde bestärken uns auf unserem persönlichen Weg, dienen als Spiegel und als Korrektiv, und unterstützen uns in schweren Zeiten.

Darüber hinaus(…)

Konkurrenz oder Begeisterung: Ein fassungsloser Chef sitzt hinter dem Schreibtisch, während ein Mitarbeiter vor ihm übersprudelnd eine Idee darlegt. Zeichnung (c)Johanna RInge 2017 www.dein-buntes-leben.de

Begeisterung statt Konkurrenz: Hochbegabte im Unternehmen

In mehreren Gesprächen der letzten Tage tauchte das Thema Konkurrenz auf. Es begann mit der verwirrten Feststellung einer Hochbegabten, dass ihr aufgrund einiger Vorschläge zur Verfahrensoptimierung vorgeworfen wurde, ihren Chef zu demontieren. Sie war fassungslos, denn nichts läge ihr ferner. Sie möchte nur die Abläufe in ihrem Job für sich und alle anderen optimal gestalten. […]

Ist es nicht seltsam, dass... !? alsText vor buntem Hintergrund. (c) 2017 Johanna Ringe www.dein-buntes-leben.de

Ist es nicht seltsam, dass …?

Bei vielen Schwierigkeiten, vor allem im zwischenmenschlichen Bereich, genügt oft eine Perspektivänderung um einen Schritt in Richtung Entspannung oder Lösung zu gehen. Hier möchte ich Dir einen kleinen, aber mächtigen Satz ans Herz legen: „Ist es nicht merkwürdig, dass…?“ Vielleicht gefällt Dir auch eine andere Variante besser, mit „seltsam“ oder „eigenartig“: „Ist es nicht seltsam, […]

Foto: Zeichenblock mit Lotus-Skizze und Schriftzug Muse, dahinter Teebecher und Rosenblüte. (c) Johanna Ringe 2017 www.dein-buntes-leben.de

Tee mit der Muse

(…) Nimm Dir bewusst Zeit, Raum und Material, um mit Deinem kreativen Potential in Kontakt zu treten.
Wie so oft kann es hilfreich sein, ein Ritual daraus zu machen. Ob morgens direkt beim Frühstück, in der Mittagspause oder am Abend: wenn Du dieses Miniatur-Retreat zur Gewohnheit werden lässt, stärkst Du die Beziehung zu Deiner Muse. Das wird Dich amüsieren, Deiner Kreativität gut tun, und Dich spielerisch wachsen lassen. Du gewinnst mehr Gespür für Deine inneren Abläufe und einen verlässlicheren Zugang zu kreativer Inspiration. Wieviel Zeit Du Dir nimmst liegt ganz in Deiner Hand. Vielleicht möchte Deine Muse mit Dir eine ganze Kanne Tee leeren? Oder hat ganz andere Vorlieben? (…)

Schriftzug: Probleme die Du nicht lösen darfst, auf blauem Hintergrund. (c) Johanna Ringe 2017 www.dein-buntes-leben.de

Probleme, die Du nicht lösen darfst!

Manchmal ist es gar nicht so leicht, ein Problem nicht zu lösen. Ja, genau: es einfach so stehen zu lassen, als Problem. Du fragst, wieso man das tun sollte? Ganz einfach:
Weil es nicht Dein eigenes Problem ist, sondern das einer anderen Person.

Einer Person, die im Moment aber nur ihr Herz ausschütten will, sich alles von der Seele reden möchte, und nicht auf Lösungsvorschläge wartet. Sondern einfach nur verstanden und akzeptiert werden will, so, wie sie jetzt ist, mit ihrem Problem. In dieser Situation mit Ratschlägen zu kommen ist unnötig und übergriffig.
Statt sofort Dein Gehirn alle Assoziationen zu Lösungen auszuspucken zu lassen könntest Du auch etwas ganz anderes tun.