Konkurrenz oder Begeisterung: Ein fassungsloser Chef sitzt hinter dem Schreibtisch, während ein Mitarbeiter vor ihm übersprudelnd eine Idee darlegt. Zeichnung (c)Johanna RInge 2017 www.dein-buntes-leben.de

Begeisterung statt Konkurrenz: Hochbegabte im Unternehmen

In mehreren Gesprächen der letzten Tage tauchte das Thema Konkurrenz auf. Es begann mit der verwirrten Feststellung einer Hochbegabten, dass ihr aufgrund einiger Vorschläge zur Verfahrensoptimierung vorgeworfen wurde, ihren Chef zu demontieren. Sie war fassungslos, denn nichts läge ihr ferner. Sie möchte nur die Abläufe in ihrem Job für sich und alle anderen optimal gestalten. […]

Ist es nicht seltsam, dass... !? alsText vor buntem Hintergrund. (c) 2017 Johanna Ringe www.dein-buntes-leben.de

Ist es nicht seltsam, dass …?

Bei vielen Schwierigkeiten, vor allem im zwischenmenschlichen Bereich, genügt oft eine Perspektivänderung um einen Schritt in Richtung Entspannung oder Lösung zu gehen. Hier möchte ich Dir einen kleinen, aber mächtigen Satz ans Herz legen: „Ist es nicht merkwürdig, dass…?“ Vielleicht gefällt Dir auch eine andere Variante besser, mit „seltsam“ oder „eigenartig“: „Ist es nicht seltsam, […]

Foto: Zeichenblock mit Lotus-Skizze und Schriftzug Muse, dahinter Teebecher und Rosenblüte. (c) Johanna Ringe 2017 www.dein-buntes-leben.de

Tee mit der Muse

(…) Nimm Dir bewusst Zeit, Raum und Material, um mit Deinem kreativen Potential in Kontakt zu treten.
Wie so oft kann es hilfreich sein, ein Ritual daraus zu machen. Ob morgens direkt beim Frühstück, in der Mittagspause oder am Abend: wenn Du dieses Miniatur-Retreat zur Gewohnheit werden lässt, stärkst Du die Beziehung zu Deiner Muse. Das wird Dich amüsieren, Deiner Kreativität gut tun, und Dich spielerisch wachsen lassen. Du gewinnst mehr Gespür für Deine inneren Abläufe und einen verlässlicheren Zugang zu kreativer Inspiration. Wieviel Zeit Du Dir nimmst liegt ganz in Deiner Hand. Vielleicht möchte Deine Muse mit Dir eine ganze Kanne Tee leeren? Oder hat ganz andere Vorlieben? (…)

Schriftzug: Probleme die Du nicht lösen darfst, auf blauem Hintergrund. (c) Johanna Ringe 2017 www.dein-buntes-leben.de

Probleme, die Du nicht lösen darfst!

Manchmal ist es gar nicht so leicht, ein Problem nicht zu lösen. Ja, genau: es einfach so stehen zu lassen, als Problem. Du fragst, wieso man das tun sollte? Ganz einfach:
Weil es nicht Dein eigenes Problem ist, sondern das einer anderen Person.

Einer Person, die im Moment aber nur ihr Herz ausschütten will, sich alles von der Seele reden möchte, und nicht auf Lösungsvorschläge wartet. Sondern einfach nur verstanden und akzeptiert werden will, so, wie sie jetzt ist, mit ihrem Problem. In dieser Situation mit Ratschlägen zu kommen ist unnötig und übergriffig.
Statt sofort Dein Gehirn alle Assoziationen zu Lösungen auszuspucken zu lassen könntest Du auch etwas ganz anderes tun.

Zeichnung eines Weinglases aus dem ein Baum wächst, eine Ananas, eine Zigarre, Trauben und eine Schokoladentafel : Konfliktpotential (c) 2017 Johanna Ringe www.dein-buntes-leben.de (c)

Das Konfliktpotential „flauschigen“ Essens

Darf Essen flauschig sein? Keine Sorge, hier reden wir weder von Schimmelpilzkulturen noch von Kaninchen. Nein, wir reden von der oft originellen und manchmal für andere verstörenden Weltsicht der Hochbegabten und Hochsensiblen. Großes Konfliktpotential ist bereits in jeder Begrüßung enthalten: gibt man sich die Hand? Umarmt man sich? Wie viel Formalität und wie viel Körperkontakt erwarten die Beteiligten? Da kann es so große Unterschiede geben, dass jede Begegnung zu unangenehmen Gefühlen auf beiden Seiten führt. Der eine fühlt sich nicht genug geliebt, der andere überfordert durch zu viel Nähe… Du siehst, worauf ich hinaus will? (…)

Hässliche trostlose Halle mit Schriftzug "Hässliche Räume" (c)Johanna Ringe 2016 www.dein-buntes-leben.de

Ich hasse hässliche Räume!

Immer mal wieder begegnen mir Umgebungen, die schwer zu ertragen sind. Bevölkert von netten Menschen, Schauplatz angenehmer Dinge – aber unerträglich hässlich in ihrer Schäbigkeit, ihrer Trostlosigkeit oder einfachen Geschmacklosigkeit. Ob ein Hundevereinsheim oder ein Warteraum, ein Café oder ein Hotelzimmer, gemeinsam ist diesen Räumen eine wahre Flut von Unerträglichkeiten.
Ich bin nicht alleine mit meinem Hass auf hässliche Räume!

Im Gegenteil: auf jeden, der mit völligem Unverständnis auf meine Ausbrüche reagiert, kommen mindestens drei Menschen, die mir vehement zustimmen. Das hat mich dazu gebracht, genauer hinzuschauen: wieso stoßen mich hässliche, trostlose Räumlichkeiten so ab? Seitdem ich das Phänomen der Hochsensibilität auch aus theoretischer Sicht kennenlernen durfte, ist mir diese Abneigung deutlich klarer geworden.

Anderssein (c)Johanna Ringe 2016 www.dein-buntes-leben.de

Anderssein – Du bist auch anders, irgendwie

(..) Egal ob als Vielbegabter, ob als Kreativer, Transgender, Introvertierter, Musiker, Frau, Mann, Mensch – wir alle erfahren Situationen in denen wir anders sind, als die Gruppe um uns herum.
Und damit ist wirklich jeder einzelne Mensch gemeint. (…) Ob Anderssein zu Schmerz oder Freude führt, zu Glück oder Verzweiflung, Stärke oder Zusammenbruch… welches Ergebnis eine Situation hat hängt zu einem großen Teil von unserer inneren Einstellung ab. (…)

Bilderdenken - Zeig mir den Film in Deinem Kopf, Bilderdenker! (c)2016 Johanna Ringe www.dein-buntes-leben.de

Zeig mir den Film in Deinem Kopf, Bilderdenker!

(…)Die meisten Menschen gehören zu einem von zwei Lerntypen: auditiv-sequentiell oder visuell-räumlich. Letztere sind die Bilderdenker.
Bereits in der Schule ist klar erkennbar: während der auditiv-sequentielle Typ gut mit Vorträgen, Tabellen, Vokabellernen, abstrakten Erklärungen und Details zurecht kommt, bevorzugt der visuell-räumliche Typ Schaubilder, Graphen und große Würfe ganzheitlich zu erfassender Problematiken und Zusammenhänge. Kurz: was sie sehen und sich einprägen können, bleibt besser im Gedächtnis der Bilderdenker. (…)

Schwere Kommunikation (c)Johanna Ringe 2015 www.dein-buntes-leben.de

Trügerisches Bauchgefühl & Missverständnisse

Keinem der Beteiligten ist in irgendeiner Form ein Vorwurf zu machen. Beide haben sich nach Kräften bemüht, ein gutes Gespräch zu führen. Sich verständlich zu machen und zu verstehen. Aber die unbewusste Furcht vor dem „Fremden“ oder „Andersartigen“ gepaart mit tief verinnerlichtem Konkurrenzverhalten auf der einen Seite, sowie die extreme Selbstreflektiertheit auf der anderen Seite durchziehen die gesamte Kommunikation.
Wer sich unterlegen fühlt, handelt oft aus diesem Gefühl heraus – vollkommen unabhängig vom tatsächlichen Begabungsstand auf beiden Seiten!
Daher ist für viele hochbegabte Menschen eine der größten Hürden in jeder zwischenmenschlichen Beziehung die Thematisierung der Hochbegabung: zu viele potentielle Missverständnisse.

Grundlagen gelingender Kommunikation (c)Johanna Ringe 2015 www.dein-buntes-leben.de

4 Grundlagen gelingender Kommunikation (oder doch nur eine?)

Eine auf den gegenwärtigen Moment gerichtete Aufmerksamkeit verbessert die Kommunikation.

Wenn ich bei meinen Gefühlen im Jetzt bin, dann reagiere ich nicht auf Angriffe von vor 20 Jahren (die vielleicht nur ein Missverständnis waren).
Wenn ich respektvoll zuhöre, dann gebe ich dem Anderen Raum, sich authentisch zu zeigen – wer nicht angegriffen wird, muss sich nicht verteidigen. Neues kann entstehen.
Wenn ich offen bin für neue Gedanken, auch in meinem eigenen Kopf, dann befreie ich unseren Dialog aus dem Korsett der Gewohnheiten: dann können wir wirklich kommunizieren.