Skepsis: Katze, die ein Auge halb offen hat, während sie gemütlich in einer Decke liegt. ©2018 Johanna Ringe www.dein-buntes-leben.de

Heute mal mit Skepsis

Heute bin ich sehr skeptisch. Nicht irgendetwas oder irgend jemand speziellem gegenüber, sondern so generell. Kennst Du auch Tage, an denen es zwar keinen erkennbaren Anlass dafür gibt, Du aber mit einer eher zurückhaltenden Grundstimmung durchs Leben gehst? Nicht wirklich mit schlechter Laune, nicht wirklich depressiv oder traurig oder verstimmt, sondern eher misstrauisch. Sowie meine Katze auf dem Foto nur ein Auge öffnet bzw. nur ein Auge schließt und mit dem anderen ihre Umgebung im Blick behält. Nein, ich warte nicht darauf, dass etwas schief geht. Ich bin auch nicht

Entscheidungsfreiheit: Zeichnung von vielen Wegen zu Orten wie Zelt, Wald, Hochhäuser, Häuschen, Wohnblock... ©Johanna Ringe 2018 www.dein-buntes-leben.de

Entscheidungsfreiheit, jetzt sofort!

Dieser eine Moment, dieser Moment des Atemholens, dieser Moment in dem alles möglich ist, in dem Du die Freiheit spürst, Entscheidungsfreiheit, Handlungsfreiheit, Deine volle Freiheit. Der Moment, in dem Dir klar wird, dass Deine ganze Zukunft davon abhängt, was Du genau jetzt sagst/tust/lässt. Diese Schmetterlinge im Bauch, der freie Fall… Du fragst Dich vielleicht, wann das letzte Mal solch ein Moment in Deinem Leben war. War es die Entscheidung für oder gegen die Ausbildung, das Studium, die Hochzeit, den Umzug …? War es der Moment vor dem „ich liebe Dich“?
Nein, keiner von diesen „wichtigen“ Momenten, sondern der Moment gerade jetzt.

Ob Du weiterliest, weiter denkst oder schnell auf eine andere Website springst, um wieder zu vergessen, an was ich Dich gerade erinnert habe: Deine Entscheidungsfreiheit! Im Alltag denken wir einfach nicht daran, sind ständig beschäftigt mit den eigenen Erwartungshaltungen und denen anderer. Da muss Arbeit erledigt werden, Dinge müssen geklärt werden, Einkäufe und Verabredungen, Essen, Körperpflege und Schlaf …

Reise nach Patagonien: ein paar Schnappschüsse von der Reise, Landschaft und Innenräume, so wie eine sehr junge Johanna mit Katze und Mate. ©2018 Johanna Ringe www.dein-buntes-leben.de

Reise nach Patagonien – zu mir selbst

Viele Menschen glauben, Hochsensible seien nicht wirklich belastbar, und hochbegabte Menschen seien wenig handfest oder nur zu intellektuellen Arbeiten in der Lage. Dem möchte ich heute gerne einen Bericht aus der Zeit direkt nach meinem Abitur entgegensetzen. Das habe ich in Buenos Aires gemacht, weil ich mit meinen Eltern dort einige Jahre gelebt habe. Auch das schon ein Abenteuer, aber jetzt geht es um diese Reise:
Ich habe mich schon beim losfahren so unendlich frei gefühlt!

Endlich lag die Schule hinter mir. Ich war so frei wie nie zuvor in meinem Leben, als ich mit meiner Schulfreundin nach Patagonien fuhr. Genauer: zur Estanzia ihrer Familie am Fuß der Anden.
In Rio Gallegos erwartete uns am Bus wie geplant

Hochsensibilität und Krankheiten: eine Person auf dem Sofa, in Decke gekuschelt mit Teetasse. Zeichnung ©2018 Johanna Ringe www.dein-buntes-leben.de

Das hochsensible System und Krankheiten

Im Zusammenhang mit Veränderungen bin ich schon einmal darauf eingegangen: hochsensible Menschen reagieren auf ihr Leben oft psychosomatisch, d. h. sie werden krank. Selbstverständlich sind auch Hochsensible vollkommen normale Menschen, die Infekten und Unfällen genauso zum Opfer fallen wie alle anderen auch. Außerdem haben viele hochsensible Menschen Allergien und Unverträglichkeiten: das sind im Grunde nichts weiter als außergewöhnlich sensible körperliche Reaktionen. Manche Krankheiten aber entstehen dadurch, dass tieferliegende Bedürfnisse körperlich ausagiert werden, in der Regel völlig unbewusst. Das müsste nicht so sein.
Wenn der Hochsensible sich selbst genau kennt, kann er diese Fälle vermeiden.

Dein Rhythmus: Trommelstöcke, Tamburin, Schellenkranz und Shaker. (c)Johanna Ringe 2018 www.dein-buntes-leben.de

Kennst Du Deinen Rhythmus? Lebst Du ihn?

Den eigenen Rhythmus zu leben kann unglaublichen Spaß machen! Im Umkehrschluss macht es auf Dauer grantig und letzten Endes krank, sich ständig an einen anderen Rhythmus, der sehr verschieden ist vom eigenen, anpassen zu müssen.

Ein einfaches Beispiel hierfür ist natürlich der Schlafrhythmus. Mittlerweile wissen wir, dass Schichtarbeit ungesund ist (deshalb bekommt man dafür auch eine ordentliche Gehaltszulage, bei einem ordentlichen Arbeitgeber). Und jede Mutter, die mal ein Kind gestillt hat, kann ein Lied davon singen, wie glücklich und befriedigend sie es empfunden hat, endlich wieder ihren eigenen Rhythmus zu haben, ohne Unterbrechungen durch ein hungriges Baby. All unsere Mutterliebe, alle hormoninduzierten Glücksgefühle helfen auf Dauer nicht gegen die negativen Auswirkungen der Fremdbestimmung.
Aber nicht nur der Schlafrhythmus, auch unsere anderen Rhythmen sind sehr persönlich, sehr individuell unterschiedlich.

(Über das Zeitgefühl, Eigenzeit und Zeitnot habe ich hier bereits gebloggt.) Wenn man sich klarmacht, dass jedes menschliche Individuum einen ganz eigenen individuellen Stoffwechsel und Hormonhaushalt hat, dann ist es nur logisch, dass Verdauung, Hungergefühl, Durst, Nahrungsaufnahme, Bewegungsdrang und Schlafbedürfnis ebenso unterschiedlich sind.

Text Lieblingstier auf einem Photo eines Pinguins (c)Johanna Ringe 2018 www.dein-buntes-leben.de

„Wir müssen reden!“ Dein Lieblingstier

Schwalben streifen wie trunkene Mänaden durch die Gärten, besoffen von Pestiziden. Carls Lieblingstier, die Mönchsgrasmücke, perforiert lautstark alle Trommelfelle, einfach so, weil sie es kann. Die Katzen, liegen unter Büschen oder auf den kühlen Fliesen. Sie hecheln nicht, weil sich das nicht mit ihrem Selbstverständnis verträgt. Aber auch nur deshalb.
In dieser kurzen Betrachtung meiner Umgebung spielen Tiere eine große Rolle. Mit ihrer Hilfe wird die sommerliche Hitze illustriert und greifbar. Du hast sofort das Bild der Schwalben im Tiefflug vor Augen oder auch die Katze, wie sie dahingegossen auf den Abend wartet. Wir alle kennen mehr Tiere deutlich besser als wir vielleicht denken – nicht nur aus eigener Anschauung, sondern auch aus Texten, Büchern, Filmen, Liedern…
Tiere sind Teil unserer Kultur.

Selbst wenn es bei uns keine Elefanten in freier Wildbahn zu begutachten gibt, so ist doch im deutschen Sprachraum der Elefant im Porzellanladen ein vertrautes Bild. Ebenso die fleißige Biene, der Löwe als König der Tiere, die falsche Schlange oder der geschmeidige Panther. Hier bin ich bereits einmal auf unseren inneren Zoo, eine Variante des inneren Teams, eingegangen. Heute möchte ich Dich einladen, Deine Lieblingstiere mit neuen Augen zu betrachten:
Deine Lieblingstiere sagen einiges über Dich.

Das Wort Freundschaft auf einem Photo von zwei Menschen, die auf einem Steg am Wasser sitzen. (c)2018 Johanna Ringe www.dein-buntes-leben.de

Lob der Freundschaft! Aber was ist das und wozu?

Freundschaft, ein viel benutztes Wort. Doch was sich genau dahinter verbirgt, ist den wenigsten von uns bewusst. Selbstverständlich haben wir Freunde und Freundinnen, und sind unglücklich, wenn Freundschaften zerbrechen, oder wir abgeschnitten sind von unseren Freunden sind.
Es gibt ein selten in Worte gefasstes Wissen darüber, was Freundschaft ist.

Einige Aspekte von Freundschaft sind Vertrauen, Verlässlichkeit, Verständnis, Offenheit, Ehrlichkeit, Zuneigung und ein gewisses Maß an Intimität. (Hier soll es weder um friends with benefits gehen, noch darum, dass eine Ehe mit dem besten Freund eine gute Idee sein kann.) Es gibt verschiedene Definitionssversuche, aber dass Freundschaft für den Menschen wichtig ist, darin stimmen die Weisen aller Zeiten überein.
Offenbar braucht der Mensch eine Hand voll gute Freunde.
Diese handverlesenen Freunde bestärken uns auf unserem persönlichen Weg, dienen als Spiegel und als Korrektiv, und unterstützen uns in schweren Zeiten.

Darüber hinaus(…)

Mit dem Strom fliessen heisst auch manchmal einfach sitzen bleiben, auf einer Bank am Meer. (c)Johanna Ringe 2018 www.dein-buntes-leben.de

Mit dem Strom fliessen

Heute ist wohl einer von diesen Tagen: der Himmel hängt grau und tief, die Pflanzen werden immer grüner und scheinen auf den Regen zu warten, der Regen will nicht fliessen aber meine Erkältung sitzt mir immer noch im  Schlund, das Diktierprogramm streikt und auch sonst geht viel schief. Meine Geduld wird auf eine große Probe […]

Ja, endlich Frühling, ja!

Endlich Frühling! Nur leise eingeschränkt kann ich die Begeisterung teilen: da ich von letzten Dienstag bis Sonntag in Aachen beim Jahrestreffen von MinD (Mensa in Deutschland e.V.) war, in der Zeit fast ununterbrochen geredet habe, spannende Menschen kennengelernt und mich mit vielen interessanten Themen auseinandergesetzt habe, bin ich leider etwas angeschlagen und erholungsbedürftig zurückgekommen. Ganz […]

Selbstdefinition als kreisförmige Wörterwolke (c) 2018 Johanna Ringe www.dein-buntes-leben.de

Allgemeingültige Selbstdefinition? Ja, genau.

Was soll das mit der Selbstdefinition? Nun, ich weiß ja dass ich mich oft wiederhole, das braucht mir niemand mehr zu sagen, aber es gibt ein paar Worte die auf diesem Blog wirklich außergewöhnlich oft vorkommen: Selbständigkeit, Selbstannahme, Selbstausdruck, Selbstbestimmung, Selbstbild, Selbstcoaching, Selbstdisziplin, Selbsterkenntnis, Selbstermächtigung, Selbstfürsorge, Selbstgespräch, Selbsthilfe, Selbstliebe, Selbstvertrauen, Selbstverwirklichung, Selbstwahrnehmung, Selbstwert, Selbstwertgefühl und […]

Selbstfürsorge kann manchmal einfach ein Regenschirm sein. Zeichnung von Person mit Schirm im Regen. (c) Johanna Ringe 2018 www.dein-buntes-leben.de

Was ist eigentlich Selbstfürsorge?

Selbstfürsorge als Wort klingt erst einmal konstruiert: die Fürsorge für sich selbst.
Dabei ist das etwas, dass wir alle lernen müssen. Naja, nicht alle: es gibt Menschen für die Selbstfürsorge instinktiv ein Teil ihres Lebens ist.(…) Beneidenswert. Nicht wahr?
Die meisten Hochsensiblen hingegen sind so sehr mit ihrer Umgebung verwoben, dass sie gar nicht genau wissen, wo ihre Bedürfnisse liegen.
Sie haben oft kein gutes Gefühl dafür, wo sie selbst aufhören und wo die anderen anfangen. Aber sie sind Meister der Fürsorge: in Notsituationen kümmern sie sich zuerst um die anderen, gehen oft über ihre eigenen Grenzen und laugen sich langfristig aus, weil sie eben für alle, nur nicht für sich selbst sorgen.

Text: Das bunte Mädchen auf einem Photo von einem in der Sonne tanzenden Mädchen (c)2018 Johanna Ringe www.dein-buntes-leben.de

Das bunte Mädchen

Es war einmal, so fangen alle Märchen an. Es war einmal ein Mädchen, dessen Kopf war voller als der Kopf anderer Kinder. Von außen konnte man das nicht sehen, sie war ein Kind wie jedes andere, mit langen Zöpfen und roten Wangen. Sobald sie aber den Mund aufmachte, merkten die Leute, dass sie doch nicht […]