Coaching Das Bunte Leben

Anstrengung muss nicht immer furchtbar sein!

Anstrengung: eine Schnecke an einem steilen Hang.©2018 Johanna Ringe . www.dein-buntes-leben.de

Anstrengung begleitet viele Veränderungen im Leben, selbst die positiven. Ein Umzug ist anstrengend, eine Geburt ist es auch. Sich neu in eine Arbeit einzugewöhnen ist anstrengend. Wir versuchen uns oft genug, vor Veränderungen zu drücken weil sie uns anstrengen und uns Angst machen. (Über die speziellen Herausforderungen der Hochsensiblen in diesem Zusammenhang)

Manch anstrengende Veränderung kann auch Spaß machen!

Wenn wir erst einmal unsere inneren Hemmschwellen überwunden haben, dann gelingt es uns in der Regel der Veränderung etwas abzugewinnen. Wir genießen den neuen Arbeitsplatz, die interessanten neuen Kollegen oder die schöne Umgebung. Wir entdecken voller Freude eine neue Stadt und richten uns in einer neuen Wohnung ein. Von der Freude, die all die anstrengenden Zeiten mit einem Kind begleitet, möchte ich gar nicht erst anfangen.

Doch oft müssen wir uns anstrengen um das schöne Neue zu erschaffen.

Um den weiten Blick in die Ferne von dem Turm oben zu haben, muss ich erst die Treppe erklimmen. Um den Urlaub am Meer zu genießen muss ich erst viele Stunden Autofahren. Zur fröhlichen Krabbelstunde mit dem Kind gehören eben auch das Wickeln, das Waschen und das Aufräumen. Doch in den meisten Fällen bemerken wir diese Anstrengung gar nicht. Unser Fokus liegt auf dem, was wir erreichen wollen, und wir akzeptieren den anstrengenden Weg dorthin.

Erst wenn unsere Energie aufgebraucht ist, empfinden wir die Anstrengung als solche.

Dann werden die Füße schwer, und der Weg vor uns scheint sich zu dehnen. Unsere Perspektive verändert sich: wir sehen nur noch den schweren großen Berg der zu bewältigen ist und vergessen vollkommen, was wir schon alles hinter uns gebracht haben. Deshalb sind Turmtreppen bei denen man zwischendurch aus dem Fenster schauen kann einfacher zu erklimmen, als jener, die uns erst an ihrem Ende mit der Aussicht belohnen.

Schau Dich zwischendurch um und sieh, was Du schon geschafft hast!

Dadurch wird die Anstrengung an sich nicht kleiner, aber Deine Perspektive ändert sich von „Es ist noch soweit/so viel/so lang…“  zu „Wir haben schon so viel geschafft!“. Und diese Perspektive gibt Kraft für den weiteren Weg.
Wert zu schätzen, was Du bereits geleistet hast, ist ein Teil der Strategie für den Umgang mit Anstrengung. Ein anderer Teil ist der Umgang mit Deiner Energie: die vorhandene Energie gut einzuteilen sowie die Energiespeicher nach Kräften nach zu füllen.

Wie kannst Du trotz Anstrengung Deine Batterien füllen?

Das hängt sowohl von der Art der Anstrengung als auch von Deiner Persönlichkeit ab. Bei der Treppe im Turm bieten sich Pausen an. Genauso bei den erwähnten langen Autofahrten. Ob Du in dieser Pause isst und trinkst, ein Nickerchen machst, ein paar Dehnübungen oder ein paar Hampelmänner hängt ganz davon ab. Die ersten Monate mit einem kleinen Kind fordern von Dir einen sehr bewussten Umgang mit Deinen eigenen Bedürfnissen, denen des Kindes, und Euren Energiereserven. Dazu können erholsame Pausen für Dich gehören, auch wenn sich das egoistisch und dramatisch anfühlen kann. (Denke daran: wenn es Dir gut geht, dann geht es auch Deinen Kindern gut!)

Es ist sehr hilfreich einen Plan für anstrengende Zeiten zu haben.

Du kennst Dich selbst am allerbesten und kannst deshalb entscheiden, welche Methoden Dir wirklich helfen. Natürlich ist es nicht derselbe Plan für die Besteigung eines hohen Berges, wie für die ersten Monate mit einem Kind oder an einem neuen Arbeitsplatz. Aber wenn Du ganz bewusst Methoden sammelst, die Dir helfen Deine Batterien wieder aufzufüllen, dann kannst Du situationsbezogen die besten aussuchen. Je besser Du Dich selbst kennst, um so hilfreicher.

Mach Dir eine Liste. Wirklich, eine Liste. Oder mehrere.

Darauf können so einfache Dinge stehen wie Pausen oder so komplexe wie ein Kurzurlaub. Hier mal ein paar vollkommen willkürliche hypothetische  Beispiele:

  • bunte Klebezettel an den Spiegel: „Pause machen!“
  • Nickerchen einplanen
  • Retreat einplanen!
  • Babysitter buchen
  • einmal pro Stunde vom PC aufstehen
  • Timer im Handy: „Durchatmen!“
  • Raststätten vorher aussuchen, alle 2 Stunden anhalten
  • Kurzurlaub mit Hundesitter absprechen
  • einmal die Woche kreativ sein!
  • einmal in der Woche bleibt die Küche kalt!
  • Lieblingsfilm angucken
  • Lieblingsbuch neben das Bett legen
  • jeden Tag ein Gedicht lesen
  • Meditations App installieren und nutzen
  • Termin im Kalender: „Künstlertreff“ jede Woche
  • Zettel an den Kühlschrank: „Denke an das frische Obst!“
  • Die nette Nachbarin zum Kaffee einladen
  • mit der Katze schmusen
  • Eine Stunde am Tag was komplett anderes machen!
  • XY fragen, ob sie mit mir spazieren geht
  • Termin im Kalender: „Bewegung entspannt“ zweimal die Woche
  • nach dem Sport Lieblingstee trinken
  • mein Ziel über den Schreibtisch hängen (Ziel Collage? Foto vom Urlaubsort? Buddha Bild?)

Selbst wenn Dir manches davon merkwürdig vorkommen mag, verstehst Du sicher worum es mir geht. Dir die Zeit für Regeneration schon während der anstrengenden Phase zu nehmen kann über Erfolg, Gesundheit und Zukunft entscheiden. Nur Du kennst Deine Bedürfnisse, Deine Anstrengungen, Deine Ziele und weißt, was Dir wirklich gut tut. Das wichtigste ist, sich auch in anstrengenden Zeiten genau daran zu erinnern:

Gerade dann, wenn es stressig ist, nimm Dir Zeit für Dich und Deine Bedürfnisse!

Herzlichst, wo immer Du gerade bist – ich freue mich auf Deinen Kommentar!

P.S. Es ist immer wichtig, die Seele zu nähren, nicht nur im Stress!Unterschrift Johanna (c) Johanna Ringe 2014 ff. www.dein-buntes-leben.de

Print Friendly, PDF & Email

Bunter Mensch, Coach, Autorin, Mutter, Tochter, Schwester, Frau, ausgebildete Märchenerzählerin, kreativ, eloquent und neugierig.... Für Dich schreibend, als psychosozialer Coach für Hochbegabte, Hochsensible und Vielbegabte, genauso aber auch als verwandte Renaissance Seele, die das bunte Leben aus eigener Erfahrung kennt.

0 Kommentare zu “Anstrengung muss nicht immer furchtbar sein!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.