EIn Sonnenuntergang macht das Leben noch bunter...und kann Klarheit geben. (c)2015 Johanna Ringe

„Warum?“ als Weg zur Klarheit (& ein Geschenk!)

Warum tue ich das? Warum blogge ich? Seit fast einem Jahr–

Am 30.April 2014 erschien der erste Blogbeitrag für Dein Buntes Leben

– sitze ich tatsächlich Mittwoch für Mittwoch an meinem Computer und schreibe einen Beitrag. Ja, ich sitze wirklich mittwochs hier, und habe es noch nie geschafft, einen Beitrag auf Vorrat zu entwerfen. Gut, manchmal habe ich auf Texte aus anderen Situationen zurückgegriffen, die dann aber noch umgeschrieben und angepasst wurden. Selten, an Weihnachten oder im Urlaub, habe ich mir eine kleine Notlösung in Form eines Photos erlaubt. Aber in den allermeisten Fällen sitze ich, wie heute, an meinem Tisch, trinke Tee, Kaffee, Wasser, und setze mich selbst unter Druck.
Denn so ist das: kein anderer verlangt von mir diese Regelmäßigkeit, da ist niemand, der mich bewacht. Das bin einfach ich selbst. Und warum?

Die Frage nach dem Warum ist schon immer meine Lieblingsfrage gewesen.

Manche Menschen finden sie oft unangemessen, oder sehen immer einen Vorwurf darin. Manchmal scheint sie wie eine Puppe in der Puppe immer nur neue Warumfragen aufzuwerfen. Aber ich finde die Frage nach den Beweggründen oder Ursachen schlicht und einfach grundlegend. Diese Frage hilft mir, Klarheit zu erlangen über das, was mich antreibt, indem ich mögliche Antworten sammele:

1. Eine mögliche Antwort wäre in diesem Fall natürlich folgende: um als Coach bekannter zu werden, und neue Klienten zu gewinnen. Hm. Ja, das mag sicher der Anstoß gewesen sein, aber das ist nicht der Motor, der mich Woche für Woche an den Schreibtisch treibt.

2. Eine weitere mögliche Antwort wäre: da mir Schreiben ein fast schon unanständiges Vergnügen bereitet, genieße ich es, mich diesem wenigstens einmal die Woche schamlos hingeben zu können. Das ist auch eine wahre Antwort. Aber keine ausreichende!

3. Immer wieder weise ich darauf hin, dass Menschen in meiner Welt das aufregendste Objekt darstellen. Mich also regelmäßig in Form einer Betrachtung oder einer Selbsterforschung mit diesem Forschungsobjekt zu beschäftigen ist auf jeden Fall verlockend. Hier hätten wir also einen dritten Beweggrund.

4. Oh, natürlich darf ich ehrlicherweise nicht vergessen zu erwähnen, dass ich es als ehemalige, sozusagen rekonvaleszente „Nur-Hausfrau“ immer noch schlicht cool finde sagen zu können: „Nein, mittwochs geht gar nicht, da arbeite ich immer. Neinein, da kann man nichts machen.“ (Hier ein großer Dank an meine Familie, die inzwischen dazu übergegangen ist, selbst für tragbare Wäsche und einen gedeckten Tisch zu sorgen! Ihr seid meine allerallerliebsten Menschen! ;-) )

5. Als Scannerpersönlichkeit verursacht mir normalerweise jede Routine schreckliche Abwehrreaktionen. Umso stolzer bin ich darauf, dass ich aus mir heraus seit einem Jahr jede Woche regelmäßig blogge. Das ist mein wöchentlicher Beweis, was mir wirklich wirklich wichtig ist im Leben, das ziehe ich auch durch. Selbst an Tagen mit Unlust, schlechtem Schlaf und schwerem Heuschnupfen.

Aber was ist es denn, was mir wirklich wirklich wirklich wichtig ist?

Was ist mein Motor? Mein tiefster Beweggrund? Die eine Antwort, die alle meine Antworten auf die Frage, warum ich blogge, gewissermaßen in sich trägt? Nun gut, ich verrate es Dir:

Ich blogge für Dich!

Das ist weder eine Allerweltsantwort, noch eine Marketingfloskel oder eine sonstige Ferkelei, sondern das ist meine Wahrheit:

6. Ich blogge um Dir Antworten anzubieten auf Deine Fragen zum Leben mit der eigenen Hochbegabung, Hochsensibilität, Hochsensitivität* oder dem Leben als Scanner, oder dem Leben als Familienangehöriger, Chef oder Kollege eines bunten Menschen.

7. Ich blogge um die Einsamkeit zu lindern, meine eigene und deine, die uns oft überfällt wenn wir als ungewöhnlich bunte Personen mal wieder auf das Unverständnis eines Mitmenschen stoßen. Auch die Einsamkeit der unverstandenen Kinder, Ehepartner, Kollegen.
Danke an Dich, dass Du verstehen möchtest! Das ist leider nicht selbstverständlich, aber so hilfreich für alle Beteiligten.

8. Ich blogge für diejenigen, die nicht die Redegewandtheit haben, ihrer Familie zu erklären, weshalb sie „schon wieder so empfindlich“ sind, oder „so abweisend und distanziert“.
Druck dir den Beitrag aus oder verschicke den Link per mail… egal wie, Hauptsache, er trägt zur Verständigung bei. Viel Glück und gutes Gelingen!

9. Ich blogge um meinen lieben Klienten ein Thema ausführlicher auszubreiten, als es im Gespräch möglich war, oder um nicht dieselbe Mail an mehrere Menschen schicken zu müssen. ;-)
Herzlichen Dank an euch, ihr seid meine treuesten Leser, das ist mir bewusst!

10. Ich blogge um die Themen, die in der Bunten Tafelrunde zur Sprache kamen, zu vertiefen oder meine Sicht darauf darzulegen, und so etwas festzuhalten von all unseren wunderbaren, heilsamen und hilfreichen Gesprächen!
Danke, ihr Lieben, es ist jedes Mal eine große Freude!

11. Ich blogge oft zu einem Thema, das mir in den vorangegangenen Tagen in unterschiedlichen Umgebungen und Gruppen immer wieder begegnet ist. Manche Themen liegen wirklich in der Luft, und wollen dann genauer betrachtet werden.
Danke, dass Du dir dazu dann auch meine subjektive Meinung anhörst bzw. liest!

Danke an alle meine Leser… an alle meine Beweggründe!

Ja, danke an Dich! Und an Dich! Und an Dich dahinten, ja! Und natürlich auch an Dich, wie könnte ich dich vergessen! Ich freu mich, wenn ich Dich zum Nachdenken, zum Schmunzeln, zum Wiedererkennen oder zum Lächeln gebracht habe mit meinem Blog!

Anlässlich meines Blogjubiläums möchte ich etwas an meine Leser verschenken. Und zwar verschenke ich einmal ein Märchen, in persönlicher Begegnung erzählt:
Ich möchte Dir Dein persönliches Märchen schenken.
Persönlich heißt hier genau das: nachdem ich mich auf diese eine Person eingestimmt habe, lasse ich meiner Intuition und Inspiration freien Lauf und erzähle ihr ein einzigartiges, für sie in diesem Moment entstehendes Märchen.
Wenn Du Dich da angesprochen fühlen solltest, dann schreib doch bitte bis zum 29.April 2015 unten einen Kommentar, z.B. was dein liebstes Märchen ist, und Du bist dabei!
Aus den hoffentlich zahlreichen Interessenten werde ich am 30.4.2015 dann den Glücklichen ermitteln (mit der hochkomplexen, modernen und technisch fortgeschrittenen Hut-und-Zettel-Methode), veröffentlichen und per Mail anschreiben.
Also gib beim Kommentieren ruhig einen Spitznamen an, aber in jedem Fall eine gültige E-Mailadresse, sonst erreiche ich dich nicht.
Sollte ein persönliches Treffen nicht möglich sein, so werden wir Skype als Alternative nutzen.**
Ich freue mich auf Deinen Kommentar, auf Dein Lieblingsmärchen und vor allen Dingen darüber, dass Du mein Blog liest!

 

Herzlichst, wo immer Du gerade bist,

Johanna Ringe

*ja, die Hochsensitivität ist bisher hier etwas zu kurz gekommen, doch das soll sich bald ändern.

**nochmal Klartext: es gibt ein einzelnes, persönlich oder per Skype-Video-Call erzähltes, persönliches Märchen kostenlos, für denjenigen, dessen Namen ich am 30.April 2015 zufällig aus den Verfassern aller bis zu jenem Zeitpunkt unten stehenden Kommentare zu diesem Blogbeitrag ermitteln werde. (Mehrfache Kommentare erhöhen nicht die Chancen – jede Mailadresse kommt nur einmal in den Hut!)

** Die Zeit ist um, und aus dem Hut kam….tadaaa: Antje Pusch! Herzlichen Glückwunsch und danke fürs mitmachen!

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5 Gedanken zu „„Warum?“ als Weg zur Klarheit (& ein Geschenk!)

  1. Hallo Joh! wieder einmal ganz begeistert und hab mich bei mancher Antwort wiedererkannt… auch wenn meins nicht unbedingt die gaaanz bunten Menschen sind (und ich nicht immer mittwochs dran bin!), aber sensibel und verwundet sind sie alle – und für sie nehme ich mich immer und immer wieder in die Pflicht – und weil auch mir das Schreiben ein fast unanständiges plaisir bereitet, „behandle“ ich mit Wonne auch mal schriftlich! Ich genieße all Deine blogs – auch wenn mir als „auch Bunter“ manchmal die Tränen kamen – DANKE, liebe Johanna!

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