Das Bunte Leben Selbstannahme

Vieles ist erledigt, ich auch…

Erledigt? Ja, sehr... ©Johanna Ringe 2025 www.dein-buntes-leben.de

Vor nun schon 6 Wochen habe ich im Blog geschrieben, dass wir eine größere Renovierung vorhaben. Ich schrieb, wenn alles erledigt sei „werde ich mich wieder an den Schreibtisch setzen und Dir schreiben. Dann kann ich berichten, ob es geklappt hat mit der Selbstfürsorge. Ob es Überraschungen gab, schöne oder herausfordernde. Wie die Katzen klargekommen sind. Ob ich schlafen konnte. Wie oft wir dann doch Pizza bestellt haben. Lauter solche Dinge…“

Heute würde ich gerne schreiben können, dass alles erledigt ist… aber es zieht sich.

Vieles ist tatsächlich passiert, es wurden Steckdosen verlegt und neu gezaubert, es wurden mehr als die Hälfte der Räume und Wände im Haus gestrichen, es wurden Räume umgewidmet und somit umgezogen, andere umgeräumt oder umgestaltet. Seit dem 20.2. laufen die Arbeiten, und doch waren auch heute wieder Handwerker hier. Es sind notwendige andere Arbeiten zutage getreten, und in einigen der umgewidmeten Räume fehlt auch noch die Beleuchtung… ich habe das ungute Gefühl,

so bald werden wir die Handwerker nicht los.

Die ruhigeren Zonen im Chaos waren absolut notwendig, denn leider hat mich gerade in den Tagen, da die Maler im ganzen Haus zugange waren, auch noch eine fette Erkältung gebeutelt. An sich hätte ich ins Bett gehört, aber das war gerade foliert, weil auch das Schlafzimmer gestrichen wurde. Also saß ich schniefend und hustend in einem Sessel. Zum Glück war mein Mann da, und hat das Drama dirigiert.

Überrollt und überfordert.

So habe ich mich gefühlt. Energetisch ohnehin auf einem Minimum durch den Infekt, hat das Eindringen in mein Schneckenhaus mich deutlich mehr gestört als ich erwartet hatte. (Ja, ob hochsensibel, hochbegabt oder autistisch, wir mögen keine Veränderungen… )
Meine Überforderung konnten selbst freundliche, kluge Handwerker, hilfsbereite Menschen und insgesamt ein guter Ablauf nicht verhindern. Und Zeit für die körperliche Erholung musste zwischendrin auch sein.

Hat das mit der Selbstfürsorge geklappt?

Ja, irgendwie schon. Aber sie war notwendiger und aufwendiger als gedacht. Und mir ist wieder sehr bewusst geworden, wie das menschliche System einer Wassertonne gleicht: alle Belastungen unterschiedlichster Art kommen hinein und letzten Endes ist es die Summe über alle Ebenen, die das Fass zum Überlaufen bringt. Nicht die Krankheit oder der Krach oder die Gerüche oder das Chaos allein waren es, sondern die Kombination hat mich erledigt.

So hat weiterhin Selbstfürsorge eine hohe Priorität.

Was in den schönen neuen Räumen Freude macht. Und die Katzen sind sehr kuschelig momentan. Sie sind anscheinend auch sehr froh, dass das meiste erledigt ist. (Und fürchten wohl bei jedem Klingeln, es ginge wieder los.) Die eine verkroch sich in die ruhigsten Ecken, die andere saß auf der Terrasse und hat mit großen anklagenden Augen hineingeschaut, solange irgendwer im Haus werkelte. Beide suchten abends unsere Nähe. Das hat geholfen, und hilft immer noch. Flausch hilft immer.

Frühlingssonne und Blumen im Garten helfen auch.

Veilchen in der Wiese, Gänseblümchen auf dem Weg, die strahlende Forsythie – das ist Energie pur, sehr willkommen. Achtsamkeit und bewusste Dosierung weiterer Stressoren sind mein Weg zurück zu einem starken, gesunden Selbst. Das wird schon. Das meiste ist nun erledigt, und der Rest betrifft nicht mehr so viele Bereiche im Haus.
Aber eins weiß ich, wenn das nächste Mal das Innere des Hauses in Folie und Papier verpackt wird oder Kernbohrungen gemacht werden, nehme ich Reißaus. Oder setze mich zumindest mit der Katze in den Garten.

Herzlich,

Unterschrift Johanna (c) Johanna Ringe 2014 ff. www.dein-buntes-leben.de

P.S.: das Bloggen wird auch in den nächsten Wochen manchmal zu kurz kommen, fürchte ich. Aber das darf sich auch wieder ändern, und dann findest Du mich, wie immer, hier. Und natürlich immer hier.