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Wie Du dein Glück findest – Serendipität

Serendipity - Absence of happiness kills people, therefor Serendipity should be taught in schools (c) 2015 Johanna Ringe

Jedes Leben enthält Schönheit. Jedes Leben enthält Freude. Jedes Leben enthält Glück.
Das mag eine provokante These sein, in Zeiten der vielerorts immer größer werdenden Schere zwischen Arm und Reich. Aber die glücklichsten Menschen, denen ich in meinem Leben begegnet bin, waren nicht unbedingt die materiell gesegneten. Ihre hervorstechende Gemeinsamkeit: sie konnten ihr Glück wahrnehmen. Wach und aufmerksam zu sein scheint Voraussetzung für mehr Glück zu sein. Aber wie mache ich das?

Sein Glück wahrzunehmen ist nicht immer einfach.

Wenn ich aber aufmerksam bin, dann kann ich merken, daß ich mich über den Gesang der Amsel freue, über die Krokusse und den schnaufenden schlafenden Hund. Natürlich nehme ich auch die Geräusche der Baustelle draussen wahr, und es ist nicht immer möglich, Unangenehmes auszublenden! (Dazu hier ein Blogartikel: Angriff durch Geräusch)
Es geht hier auch weder um rosa Brillen, noch um wildes Wünschen – es geht um Fokus und Achtsamkeit:

Je mehr ich im Hier und Jetzt bin, um so mehr Glück erfahre ich.

Ein Bild drängt sich mir gerade mit Macht aus der Erinnerung auf: eine Haushaltshilfe meiner Jugendzeit in Buenos Aires, die sich locker 15 Jahre jünger gemacht hatte, um den Job zu bekommen, stand vor Sonnenaufgang auf, hatte eine weite Anreise und arbeitete fleissig. Danach duschte sie, zog sich um, und kämmte und parfümierte sich. Sie lächelte sich im Spiegel an, und machte sich auf die Heimreise. Diese 60jährige hatte die Aura eines jungen Mädchens, und begegnete dem Leben mit Freude. Sie war jeden Tag offen für die Freundlichkeit, Schönheit und das Glück. Und unendlich dankbar für den Segen, den sie nach langen harten Jahren nun erfahren durfte. Als es mir einmal pubertätsbedingt gar nicht gut ging sagte sie mit einer weit ausholenden Armbewegung: „Aber Sie sind doch gesegnet, schauen Sie sich doch einfach einmal um! Sehen Sie hin!“ Durch meine Tränen sah ich die blühende Bougainvillea der Nachbarn, unseren Hund, den Tee und die Kekse, die Sonne auf dem Holzfußboden… und diese strahlende Paraguaya, die mir das Herz aufgehen ließ.

Tu das jetzt: mach eine Pause und sieh Dich hier um!

Sieh in Deiner Umgebung, wo immer Du gerade bist, wenn Du das hier liest, genau hin: was ist schön? Was macht Dir Freude? Was macht Dich glücklich? Siehst Du Deine Lieblingsfarbe? Siehst Du ein Lächeln? Amüsiert Dich etwas?

– Hier und Jetzt, bevor Du weiterliest. –

Mache Dich bereit und öffne Dich für Glück und Freude… und lass Dich überraschen!

Entdecke das Prinzip der Serendipität in Deinem Leben

Auf englisch: Serendipity, bezeichnet Serendipität die zufällige Beobachtung einer neuen, überraschenden Entdeckung, die ursprünglich gar nicht gesucht wurde. Diesem Prinzip verdanken wir offenbar wissenschaftliche Entdeckungen wie Penicillin, Teflon, Teebeutel, LSD und kosmische Hintergrundstrahlung… alles ursprünglich nicht angepeilte, sondern „nebenher“ gemachte Entdeckungen. Natürlich greift dieses Prinzip nicht nur in der Wissenschaft, sondern in jedem Leben, bezogen auf die sogenannten „glücklichen Zufälle“.
Die Unterscheidung zwischen Zufall und Serendipität ist wesentlich: Zufall ist ein Geschehen, Serendipität eine Fähigkeit.

Der wache Geist des Scanners ist prädestiniert für Serendipität.

Denn durch die Fähigkeit, vielfältigste Informationen aufzunehmen und die furchtlose Verknüpfung altbekannten Wissens auf unkonventionelle Weise, schafft der Scanner den optimalen Nährboden für das Erkennen dieser „glücklichen Zufälle“.
Jeder Mensch kann seine Serendipität bewusst trainieren, kann üben, offen für glückliche Fügungen zu sein! Achtsamkeit, Wahrnehmung und ein offenes Herz – mehr braucht es nicht.
Und den Scannern, die oft unter ihrer Ablenkbarkeit leiden, sollte es ein Trost sein, zu wissen, daß sie in Sachen Serendipität ganz klar im Vorteil sind!

Die Abwesenheit von Glück macht krank, umso notwendiger ist die Entwicklung der Serendipität.

Ich wünsche mir, daß Serendipität in der Schule gelehrt und möglichst vielen Kindern schon zuhause beigebracht wird. Und Dir wünsche ich einen Tag voller neuer, überraschender Glücksmomente, wo immer Du bist!

Herzlichst,

Johanna Ringe

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1 Kommentar zu “Wie Du dein Glück findest – Serendipität

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