Achtsamkeit Vielbegabung & Scanner

Entscheidungen treffen mit Körper, Geist und Seele

Entscheidungen sind oft nicht einfach... (c)Johanna RInge dein-buntes-leben.de

Wie kann man als vielinteressierter, vielbegabter Scanner Entscheidungen fällen? Wie kann überhaupt jemand sich entscheiden? Weshalb haben so viele Menschen Probleme sich zu entscheiden?
Auf diese Fragen gibt es sicherlich viele verschiedene Antworten. Ich möchte hier meine persönlichen Antworten vorstellen – in der Hoffnung, dass vielleicht die eine oder andere von Euch dadurch in Zukunft etwas weniger Stress mit ihren Entscheidungen haben wird.
Aber bitte, wie immer: hinterfragt und überprüft! Auch ich kenne nur meine persönliche Wahrheit, nicht die eine absolute..!

Woher kommen die Entscheidungsschwierigkeiten?

Nun, erst einmal ist es natürlich so, dass wir Menschen immer noch unsere „Kämpf-oder-Flieh“-Natur haben, auch wenn in unserem Lebensumfeld keine Säbelzahntiger mehr unterwegs sind. Wir sind immer noch Säugetiere. Manche Entscheidungen treffen wir instinktiv. Andere, beispielsweise welchen Partner wir wählen, treffen wir unter dem Einfluss unserer Hormone und Wahrnehmungen. Unser Geruchssinn beispielsweise hat gerade in der Partnersuche viel mitzureden. Diese biologischen Aspekte allein sind noch nicht so problematisch:

Komplizierter wird es, wenn zu Instinkt noch Verstand und Gefühl dazu kommen.

Natürlich ist der Verstand unsere Rettung, wenn wir in einer bedrohlich wirkenden Situation wie einer mündlichen Prüfung uns unter Kontrolle behalten, statt instinktgesteuert den Prüfer anzugreifen oder davon zu rennen. Wenn aber viele verschiedene Optionen, beispielsweise bei der Berufswahl, uns erstrebenswert und verlockend erscheinen, dann ist es schwer, rein vom Verstand her eine Entscheidung zu finden. Unsere Instinkte helfen zwar ein wenig weiter, aber letztlich entscheiden wir uns als Ganzes.

An guten Entscheidungen sind Körper, Geist und Seele gleichermaßen beteiligt.

Das klingt erst einmal abstrakt. Aber wenn wir uns nun beispielsweise die beruflichen Möglichkeiten aufschreiben, und dann Pro- und Kontra-Listen machen, benutzen wir unseren Verstand als bewertendes, skalierendes Werkzeug. Wichtige Aspekte dabei: beachten wir unser Wertesystem, folgen wir unserer Lebensvision, folgen wir unserer Freude…
Gerade ein Scanner, der viele Informationen in kurzer Zeit aufnehmen und in Verbindung setzen kann, hat in der Regel schnell klare Bilder von den zur Verfügung stehenden Möglichkeiten, und kann diese gut gegeneinander abwägen.

Der starke, wache Verstand tut seinen Teil der Arbeit.

Einige Optionen fallen so sicher bereits weg. Aber es bleiben noch einige übrig, die unserem Scannergeist zu sexy erscheinen, um sie endgültig auszusortieren… wir wollen nicht auf potentielle Freude verzichten! Der Verstand ist an seine Grenzen gekommen. Aber wir noch lange nicht, denn wir sind nicht nur Verstand allein. Wir haben nun die Möglichkeit, in uns hineinzuspüren. Ganz bewusst einmal den Kopf im Dienst des Ganzen auf einen Beobachterposten zu stellen:

Jetzt sind Körper und Seele dran.

Dabei nutzen wir unsere Körperwahrnehmung, um unserer innersten Wahrheit auf die Schliche zu kommen… (Zugegebenermaßen sind die Hochsensiblen hier im Vorteil, aber lernen kann das jeder!) Beispielsweise können wir unsere Optionen auf Zetteln im Raum verteilen, und erspüren, wohin es uns zieht. Oder wir können die verdeckten Zettel auf den Tisch legen, und mit der Hand darüberfahren, bis uns ein Papier besonders warm vorkommt, oder uns ins Auge springt. Oder wir ziehen einfach aus dem Stapel einen Zettel heraus. Manche Menschen arbeiten gerne mit kinesiologischen Muskeltests, andere Pendeln. Wir nutzen die Methode, mit der wir uns am wohlsten fühlen und die besten Ergebnisse erzielen. Es erfordert auf jeden Fall gute Selbstkenntnis, sich bei Entscheidungen von der Intuition leiten zu lassen.

Hier gilt wie so oft: Üben, üben, üben!

Mit unspektakulären Entscheidungen, für die nächste Lektüre, eine neue Jacke, einen Parkplatz oder das nächste Urlaubsziel, können wir spielerisch üben, unserer Intuition zu vertrauen. Haben wir uns falsch entschieden, und die Lektüre oder Jacke gefällt uns nach drei Tagen nicht mehr, dann haben wir unseren Eindruck überprüft. Wir üben dabei, unsere eigenen Signale besser zu erkennen und zu deuten. Wenn ich weiß, bei der richtigen Option spüre ich ein Kribbeln im Bauch/ Gänsehaut / ein warmes Fliessen / inneres Lächeln /… dann erkenne ich das auch schneller.
Allen diesen Varianten liegt die Tatsache zugrunde, dass unser Körper uns zusätzliche Informationen geben kann, die unsere vom Verstand geprägte Enscheidungssuche ergänzen. Nicht nur unser Geist muss zufrieden sein:

Eine richtige Entscheidung fühlt sich auch gut an.

Ist die Entscheidung erst einmal getroffen, dann fällt uns ein Stein vom Herzen, wir sind erleichtert, spüren oft Unternehmungslust, neuen Elan, und wie die bisher blockierte  Energie ins Fliessen gerät – lauter körperliche Signale, die ihren Weg in die Umgangsprache gefunden haben.
Für vielinteressierte Scanner noch besonders wichtig: eine Option zu wählen ist nicht zwangsläufig eine Entscheidung gegen alle anderen Optionen. Manches kann man miteinander vereinen, anderes nacheinander in Angriff nehmen:

Für Scanner sind Selbstorganisation und Zeitmanagement oft wichtiger
als die Entscheidung darüber, was man zuerst in Angriff nimmt!

Ich wünsche Dir ein sicheres Gespür für deine besten Möglichkeiten – und Freude bei der Entscheidungsfindung!
Herzlichst, wo immer Du gerade bist,

Johanna Ringe

 

 

 

P.S.:Tipp: hier gibt es eine Blog-Parade zum Thema Entscheidungen!

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5 Kommentare zu “Entscheidungen treffen mit Körper, Geist und Seele

  1. […] 13. Johanna Ringe – Entscheidungen treffen mit Körper, Geist und Seele […]

  2. Liebe Johanna,
    habe eben gerade meinen eigenen Blogartikel zur Entscheidungsfrage geschrieben und online gestellt. Da bin ich auf Deinen Beitrag gestoßen.
    Danke dafür! Sehr kompetent, konkret und gut nachzuvollziehen.
    Bei manchem habe ich leise „AHAA“ gesagt.
    Eine echte Bereicherung.
    Herzlichen Gruß
    Gabriele

  3. Sehr schön. Gefällt mir gut. Intuition spielt gerade auch bei mir eine große Rolle.
    Hab es fein.
    Anna

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