Coaching

Wenn Dich die Nachrichten fertig machen

When the news are just too much /Wenn die Nachrichten die Angst ins Hirn pflanzen, dann hilft lautes Singen den Teufelskreis zu durchbrechen. (Graphik einer Person in Meditationshaltung, die singt; ein Gehirn in dem ein Sturm von Noten überlagert wird.) ©Johanna Ringe 2022 www.dein-buntes-leben.de

Wir leben in verrückten Zeiten. Die Nachrichten berichten Dinge aus aller Welt, aus Europa, von denen wir hofften, sie nie erleben zu müssen. Ängste unserer Großeltern, unserer Eltern drängen sich in unser Bewusstsein und werden zu unseren Ängsten. Ganz real. Diese Ängste nehmen viel Raum ein, im Moment. Die Medien, die Nachrichten, die Herzen unserer Mitmenschen sind voll davon. Bei vielen von uns kommt Wut dazu, und die hilft uns, tätig zu werden. Zu helfen, soweit es uns möglich ist.

Wut ist gut, denn sie mobilisiert. Angst lähmt uns.

In der Regel ist Angst nicht die ganze Wahrheit. Selbst die Ängste, die in realen Umständen begründet sind, spielen mit Möglichkeiten, statt mit Fakten. Die Angst vor dem, was morgen sein könnte, behindert uns heute. Hindert uns daran, zu helfen, und vor allem hindert sie uns daran, unsere Energiespeicher wieder aufzufüllen. Und das müssen wir! Die Pandemie hat uns schon so viel abverlangt, so viel Kraft verbraucht, und viele von uns bereits an die dunklen Ränder unserer inneren Abgründe geführt.

Die Medien waren in den letzten zwei Jahren voller Tipps für SELBSTFÜRSORGE, für den Aufbau von mehr RESILIENZ und für mehr Selbstmitgefühl.

Gut so, ich hoffe sehr, dass es Dir geholfen hat. Und dass Du gelernt hast, was uns immer wieder gesagt wird: Bitte sorge zuerst für Dich, und helfe dann denen, die Deine Hilfe brauchen. Setze zuerst Deine eigene Sauerstoffmaske auf, und dann hilf Deinem Kind/Deinem Vater/Deiner Oma… Denn wenn Du zusammenbrichst, kannst Du niemandem mehr helfen, auch nicht dir selbst.

Also sorge gut für Dich. Aber wie soll das gehen, in dieser verrückten Welt?

Wie kann ich an mich denken, wenn die Nachrichten voller Schrecken sind, wenn Freunde, Kollegen oder Familie in existenzieller Not sind? Nun, das erfordert ein kleines bisschen Disziplin, und vielleicht ein Umdenken. Sorge für Dein eigenes Wohlergehen, dann bist Du stark, um anderen zu helfen. Und die wichtigsten Schritte sind so elementar, dass sogar die Maus aus der bekannten Sendung sie in den Medien teilt:

  • Leg eine Nachrichtenpause ein!
  • Tu etwas, das Dir guttut.
  • Es ist in Ordnung, zwischendurch Spaß zu haben!
  • Tausche Dich mit anderen über Deine Sorgen und Ängste aus.
  • Schreibe Tagebuch, lass die Dinge abends raus aus dem Kopf.
  • Suche Dir Unterstützung z.B. bei Seelsorgern.
  • Und mein Lieblingsrat: Singe laut! Denn das blockiert den Hirnbereich, der für Angst zuständig ist.

Ja, wir sind alle mürbe durch die Pandemie und ihre Begleiterscheinungen, ja, polarisiert und entzweit, gefangen im Rechthaben und der Selbstgerechtigkeit. Aber hier tobt der Schrecken vor unserer Tür. Das wird unsere kleine Welt noch mehr verändern. Und egal ob geimpft oder nicht, ob Mitte, rechts oder links, wir wollen alle unsere Kinder und Enkel aufwachsen sehen, lachen und spielen sehen. Also müssen wir gut für sie und gut für uns sorgen.
Keine Selbstzerfleischung wegen vergangener Fehlentscheidungen. Heute die richtigen Entscheidungen treffen. Etwas Abstand zu den Nachrichten gewinnen. Frieden leben, im Kleinen. Und dort helfen, wo es notwendig ist, möglichst zweckungebunden Spenden, damit das Nötigste getan werden kann. Und für unser eigenes Wohlergehen sorgen.

Mach jetzt eine Pause. Leg das Ding weg. Sing laut, egal was…

Vorschläge? Oh, viele:
„Die Gedanken sind frei, wer kann sie erraten…“
„Imagine all the…“
„Probier’s mal mit…“
„Ich hab geträumt, der Winter wär vorbei…“

Ich singe mit Dir.

Lauthals, aus vollem Herzen, wo immer Du gerade bist,

Unterschrift Johanna (c) Johanna Ringe 2014 ff. www.dein-buntes-leben.de

 

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