Achtsamkeit

Entscheidest Du Dich für oder gegen Stress?

Entscheidest du dich für oder gegen Stress? Siehst du Mauer oder Pflanze?(c)2015 Johanna Ringe dein-buntes-leben.de

Jetzt gerade, in diesem Moment, wie entscheidest Du: für oder gegen Stress? Ja, das mag in Deinen Ohren zynisch klingen, falls Du gerade extrem gestresst sein solltest. Aber letztlich ist es so: ob Du gestresst bist, oder nicht, ist in erster Linie Deine Entscheidung. Ausgenommen davon sind natürlich die Stressoren, die Du nicht beeinflussen kannst, wie angreifende Säbelzahntiger, Banken, Tsunamis oder die große Hungersnot.

Ob das alltägliche Leben Dir Stress verursacht oder nicht, darüber hast du selbst die Kontrolle.

Im Allgemeinen löst sich Stress in dem Moment auf, in dem Du Deine Prioritäten beachtest: was Dir wirklich am Wichtigsten ist hat die höchste Priorität und muss als erstes erledigt oder gesichert werden. Was ist das? Die sauberen Gardinen? Das gejätete Unkraut? Die perfekte Präsentation? Oder vielleicht das Lachen deiner Kinder? Dein körperliches und seelisches Wohlergehen?

Es ist Deine Entscheidung, und keiner kann sie für Dich treffen!

Egal wie laut der Chef schreien mag, oder wie dringlich die Kommentare von Nachbarn und Lehrern klingen – es ist und bleibt allein Deine Entscheidung, was Du für wichtiger hältst und für dringlicher. Dein Urteil ist das, was zählt. (Auch hier gibt es Ausnahmen, die durch Gesetze und Moralvorstellungen geregelt sind. Klar. Aber das Aussehen des Gartens unterliegt in den meisten Wohngegenden weniger Gesetzen als man denkt…)

Letztlich entscheidest Du Dich dafür oder dagegen, das zu tun, was in Deinen Augen richtig und wichtig ist.

Jeden Tag triffst Du – meist unbewusst – Tausende von Entscheidungen. Manche zwischen Herz und Verstand, andere zwischen Liebe und Angst und die übrigen zwischen Deinen Wertvorstellungen und denen der anderen. Ob Bus oder Rad, ob Nicken oder Winken, ob Lächeln oder nicht…Entscheidungen, die wir uns oft von unserer momentanen Laune abnehmen lassen, anstatt sie bewusst zu fällen.

Je bewusster wir uns entscheiden, um so mehr Kontrolle und um so weniger Stress fühlen wir!

Bewusst die Pflanze wahrzunehmen, und nicht die Mauer, oder auch umgekehrt, das ist Deine Entscheidung. Wenn Du jetzt denkst, das sei Blödsinn, Du hättest „echten“ Stress, und ich keine Ahnung von Deinem Leben… dann hast Du recht. Dennoch möchte ich Dir ein Bild mitgeben, das zeigt, wie viel die klitzekleinen Entscheidungen verändern können:

Stell Dir Deine Stress-Tonne wie eine Regentonne vor…

Wenn sie überläuft, dann hast Du Stress, wenn sie nur gefüllt ist, dann hast Du alles unter Kontrolle. Alle Stressoren Deines Lebens landen in dieser Tonne: der Job, das Wetter, die Nachbarn, die Verwandtschaft, die Politik, das Bett, das Essen, Dein Wasserhaushalt, Geräusche, Gerüche, Gefühle, der Anblick Deiner Umgebung…. einfach alles.

Und jede Kleinigkeit, die Du zu Deiner Zufriedenheit löst, lässt die Tonne etwas leerer bleiben.

Also können ausreichendes Wassertrinken, ein Blumenstrauß und ein frisch bezogenes duftendes Bett dazu beitragen, daß Du weniger Stress hast. Das sind gute Nachrichten, oder?

Herzlichst, wo immer Du gerade bist,

Johanna Ringe

 

 

P.S. Wenn Du anderer Meinung bist, mach Deinem Herzen Luft in den Kommentaren…und jede Idee zur Stressminimierung ist ebenfalls willkommen!

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1 Kommentar zu “Entscheidest Du Dich für oder gegen Stress?

  1. Ein Freund machte mich auf diesen TED Talk aufmerksam, der das Thema beleuchtet:
    https://www.ted.com/talks/kelly_mcgonigal_how_to_make_stress_your_friend?language=de#t-852799

    Es gibt wie immer auch Transkripte in verschiedenen Sprachen… für die, denen Videos zu lang sind.

    Herzlichst,
    Johanna

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